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Themenwelten
05:57 18.11.2021
Die Sparkasse Duderstadt spendierte zu ihrem 175-jährigen Jubiläum an das 825 Jahre alte Mingerode. FOTO: PRIVAT

In Westerode wird in diesem Jahr ein hoher Geburtstag gefeiert. Denn: Der Ort wurde erstmals zweifelsfrei im Oktober 1196 erwähnt. In einer in Erfurt verfassten Urkunde bestätigte Erzbischof Konrad von Mainz dem Kloster Weende/Göttingen seine Rechte und Freiheiten und nahm seine Einkünfte und Güter, unter denen sich auch Zehntrechte in „Westerod“ befanden, unter seinen Schutz. 
    

BHG Baustoffe

Westerode feierte in diesem Jahr also seinen 825. Geburtstag. Wie passend, dass die Sparkasse gleichzeitig ihr 175-jähriges Jubiläum feiert und aus diesem Anlass auch Westerode eine Spende von zweimal 1.750 Euro übergab! Mit dem einen Teil werden die Vereine im Ort unterstützt und der andere Teil wird für eine Jubiläumsveranstaltung im kommenden Jahr genutzt werden. Corona-bedingt gab es zum 825. in diesem Jahr nämlich nur eine kleine Feierstunde – immerhin mit prominenten Besuchern wie Domkapitular i.R. Wolfgang Ramm, Duderstadts Bürgermeister Thorsten Feike, Sparkassenvorstand Markus Teichert und Frank Uhlenhaut vom Kommunalmanagement der Harz Energie. Der Energieversorger unterstützt den Ort über einen Ehrenamt-Fonds. 
   

Aber wie fängt die Geschichte des 825 Jahre alten Orts Westerode an? Der Name des Dorfes Westerode lässt sich durch die Rodung eines Waldes westlich der Stadt Duderstadt erklären.

Der Waldwuchs des etwa 30 Hektar großen „Rosenthaler Erbenholzes“, einer Siedlung, die bis zum 14. Jahrhundert bestand, zeigt das Gepräge dieser urtümlichen mittelalterlichen Holzung noch heute. 
     


Ein Wahrzeichen in der Gemarkung Westerode ist der Christus-König-Turm, der am 31. Oktober 1926 feierlich eingeweiht wurde. Ortsbildprägend sind auch die beiden Kirchen an der ehemaligen Hauptstraße.

Die Ortschaft Westerode war nicht nur durch die Landwirtschaft und dem damit verbundenen Tabakanbau geprägt. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Wulften – Duderstadt – Leinefelde in den Jahren 1886 bis 1889 und der Kleinbahnstrecke Rittmarshausen – Duderstadt von 1907 bis 1934 verfügte das Dorf über zwei Bahnhöfe und in der Folge führte dies zu einem erheblichen Anstieg überörtlich bedeutender Gewerbe- und Handelsbetriebe. Zu erwähnen ist zum Beispiel die Molkereigenossenschaft (1906- 1989), die Konsumgenossenschaft „Eichsfeldia“, die Postagentur mit Landzustellbezirken, eine Kohlen- und Baustoffhandlung (1925) oder die Ziegelei (1884-1980). star 
     


Vereinsjubiläum mit dem NFV-Kreisvorsitzenden Hans-DieterDethlefs (l.), dem 1. Vereinsvorsitzenden Markus Dluzinski, Bernd Gellert (r.) vom KSB GöttingenOsterode und Ortsbürgermeister Bernward Vollmer (2.v.r.). FOTO: PRIVAT
Vereinsjubiläum mit dem NFV-Kreisvorsitzenden Hans-DieterDethlefs (l.), dem 1. Vereinsvorsitzenden Markus Dluzinski, Bernd Gellert (r.) vom KSB GöttingenOsterode und Ortsbürgermeister Bernward Vollmer (2.v.r.). FOTO: PRIVAT

100. Geburtstag des FC Westerode

Auch der FC Westerode feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Der Verein besteht seit 100 Jahren. Gegründet wurde der FC im Mai 1921 in der Gaststätte Johannes Kellner. In den ersten Vorstand wurden damals Hermann Borchardt, Eugen Graul und Franz Vetter gewählt. Das erste Fußballspiel fand am 5. Mai 1921 gegen Mingerode statt und ging mit 1:2 verloren.

Der erste Spielplatz im Ort war die Wiese von Eugen Graul in der Bülte. Als Bolzplatz zu Trainingszwecken diente der alte Zimmerplatz gegenüber der ehemaligen Molkerei. Vom Sommer 1937 bis 1939 wurde eine abgetragene Fläche in der Tonkuhle auf Vermittlung des Bürgermeister Karl Vollmer von der Ziegelei Kaluza gepachtet.

Neben dem Fußball wurde auch Leichtathletik und Turnen betrieben. Den Turnern diente der Saal von Anton Hüttis, also schon die heutige Mehrzweckhalle, als Sportraum. Hier wurden Barren-, Reck- und Bodenturnen betrieben.

Nach dem 2. Weltkrieg übernahm Anton Wüstefeld 1946 den Vorsitz des Vereins. Besonders zu erwähnen ist die berühmte Anton-Wüstefeld-Elf, die sogar den DSV Duderstadt auf der Talwiese mit 1:0 schlug. 1951 wurde der noch heute gültige Vereinsname „Sportverein FC Westerode 1921“ festgelegt.

Nach der Fertigstellung des neuen A-Platzes im Jahre 1974 erfolgte im August 1978 die Einweihung des städtischen Sporthauses. Rechtzeitig zum 60. Geburtstag des Vereins im Jahr 1981 konnte auch die Rasenfläche des B-Platzes fertig gestellt werden. 1983 wurde die erste Flutlichtanlage installiert. Hierzu hatte Karl Beckmann entsprechende Masten von der Deutschen Bahn organisiert. Nach dem Bau der Tennisplätze kam es im Mai 1984 zur Gründungsversammlung der Tennisabteilung. Seitdem haben noch viele weitere Sportarten in dem Verein eine Heimat gefunden und der hat viel für den Ort geleistet: „Der FC Westerode hat in seiner wechselvollen Vereinsgeschichte zur Entwicklung der dörflichen Gemeinschaft beigetragen und wichtige Aufgaben in sportlicher, aber vor allem in sozialer Hinsicht innerhalb unserer Ortschaft erfüllt“, so Ortsbürgermeister Bernward Vollmer anlässlich des 100. Geburtstags. star 
   

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