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Home Sonderthemen Freizeit & Familie Werxhausen
16:42 17.10.2019
Für die Jugendlichen in Werxhausen gibt es wieder einen Treffpunkt: Eröffnung des Jugendraums im Mai. Foto: R

„Der Ende Mai neu eröffnete Jugendraum in der unteren Etage des Bürgerhauses läuft gut“, freut sich Ralf Anker. Der Christdemokrat ist stellvertretender Ortsbürgermeister. Drei junge Desingeröder – Alexander Ebert, Noah Zajaczkowski und Marvin Schröder – haben die Verantwortung für den Raum übernommen. Sie stellen sicher, dass die Jugendraum-Regeln eingehalten werden. Um sich auf ihr Ehrenamt vorzubereiten, haben sie ein entsprechendes Coaching des Landkreises Göttingen absolviert. Ebert ließ sich zudem als Ortsjugendpfleger berufen. Sein Bruder, Maximilian Ebert, hat das Amt des Jugendbeauftragten übernommen.
  


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Wenn es einen Jugendraum gibt, sollte er auch benutzt werden, findet der Ortsjugendpfleger. Das war in Werxhausen viele Jahre lang nicht der Fall. 2014 war der Raum geschlossen worden, weil es zu Regelverstößen gekommen war, berichtet Nicolas Reineke, der das Duderstädter Kinder- und Jugendbüro leitet. Auf Antrag von Ebert und anderen Jugendlichen im Oktober 2018 haben Stadt und Ort nun einen neuen Versuch gewagt.

Anker freut sich über die Initiative der jungen Menschen. Sein 400-Einwohner-Ort habe in den vergangenen Jahren mehrfach prozentual die meisten Geburten im Stadtgebiet gehabt. Die jungen Menschen bräuchten neben den Vereinen einen Anlaufpunkt, wo sie ihre Freizeit verbringen könnten. Durch die Selbstverwaltung lernten sie, ihre Angelegenheiten in die eigenen Hände zu nehmen und sich für andere einzusetzen.
   


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Der Jugendraum steht allen 13- bis 21-Jährigen offen. Derzeit nutzen ihn ungefähr 20 Personen. In einer WhatsApp-Gruppe werden Infos zu den Öffnungszeiten geteilt. „Geöffnet wird freitags oder sonnabends – je nachdem, was gerade anliegt“, sagt Alexander Ebert. „Bisher hat sich leider noch kein Mädchen gefunden, das das Jugendraum-Coaching absolviert“, bedauert der stellvertretende Bürgermeister. Die Mädchen nutzten allerdings den Raum. Dessen langfristiger Erhalt sei abhängig davon, ob die nachwachsenden Jahrgänge ebenfalls aktiv würden. Sollte es zu Problemen kommen, werde erst einmal diskutiert und nach Lösungen gesucht. Er sei „kein Freund von schnellen Schließungen“, stellt Anker klar.
   

Um den Raum wiederherzurichten, gab es Unterstützung von der Stadt Duderstadt. „Für 2500 Euro wurden neue Leitungen gelegt, die Hinweisschilder zu den Notausgängen und die Beleuchtung erneuert“, erklärt Reineke. Außerdem habe die Stadt rund 600 Euro für die Anschaffung von Elektrogeräten – Kühlschrank und Fernseher – sowie Rollos dazugegeben. Um Malerarbeiten und die Anschaffung gebrauchter Möbel, gespendet von Einwohnern Werxhausens, haben sich die Jugendlichen selbst gekümmert.

Ende Mai konnte der Raum neu eröffnet werden. Dazu kam Duderstadt Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) nach Werxhausen. Er appellierte an die Jugendlichen, den Raum „in Ehren zu halten“. Bei Wünschen oder Problemen sicherte er Unterstützung zu. mic
  

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