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13:48 11.06.2021

Patentanmeldungen sind ein wichtiger Indikator für technische Entwicklungen. Eine weltweite Studie zu CO2-sparenden Patenten bringt ein überraschendes Ergebnis.

Bei der Entwicklung klimaschonender Technologien entfaltet nach einer Studie zweier europäischer Behörden die Autoindustrie international die größten Aktivitäten. Unter den 15 Unternehmen mit den meisten Patentanmeldungen für CO2-arme Technologien in den vergangenen zwei Jahrzehnten sind sechs Autokonzerne und sechs Zulieferer. Das haben das Europäische Patentamt (EPA) und die Europäische Energieagentur (IEA) ermittelt.

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Zurückzuführen ist das auf die Forschung und Entwicklung in der Elektromobilität, vor allem bei Batterien. Zahlenmäßig führend sei hier Toyota; das japanische Unternehmen hat von 2000 bis 2019 allein mehr als 13 000 Patente angemeldet. Unter den Top 15 sind fünf japanische Unternehmen, vier aus den USA sowie jeweils drei aus Südkorea und Deutschland – Bosch auf Rang sechs, gefolgt von Siemens auf dem siebten und Volkswagen auf dem zwölften Platz. Im Ländervergleich liegt Deutschland mit einem Anteil von zwölf Prozent von 2000 bis 2019 auf Platz drei hinter Japan und den USA.

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Die beiden Behörden werteten global 420 000 sogenannte Patentfamilien aus – das sind Entwicklungen, für die von Unternehmen oder Forschungsinstitutionen in mehr als zwei Ländern die Patentierung beantragt wurde. Im Bereich Transport – neben den Autos zählen dazu Züge, Flugzeuge und Schiffe – zählten die Studienautoren über 116 000 Patentfamilien, gefolgt von Energiespartechnologien für die Industrie mit 86 000. dpa


E-Auto und E-Bike: Was kann ich an der Steckdose laden?

E-Mobilität findet immer mehr Fans. Doch wer sich ein Elektroauto oder ein E-Bike zulegen will, überlegt sich besser vorher, wo genau er es laden will. Eine normale Steckdose ist nicht immer geeignet.

Das E-Auto sollte nur im Notfall kurz an einer normalen Haushaltssteckdose laden. Sogenannte Schutzkontaktsteckdosen nach DIN VDE 0620-1 sind nur für den Hausgebrauch und ähnliche Anwendungen und begrenzte Zeiträume ausgelegt. Darüber informieren der ADAC und der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Vom mehrstündigen Laden von E-Autos kann erhöhte Brandgefahr ausgehen. Außerdem dauert der Ladevorgang an der Steckdose viel länger als an einer dafür vorgesehenen speziellen Ladestation (Wallbox). Ob und wie die elektrische Anlage des Hauses dafür geeignet ist, sollte eine Fachkraft klären.

Elektrische Radler können ihren Akku aber problemlos an der normalen Steckdose laden. Das sollte zur Vorsicht dennoch nicht in Reichweite von brennbaren Materialien passieren. Am besten lädt man den Akku draußen an einer wettergeschützten Stelle. dpa/tmn


Brücke in die Zukunft: Warum Plug-in-Hybride so beliebt sind

Die Zulassungszahlen von Plug-in-Hybrid-Modellen boomen: 2020 wurden in Deutschland rund 375.000 Plug-in-Hybride zugelassen, was eine Vervierfachung des Absatzes innerhalb von drei Jahren bedeutet. Sie gelten als Brückentechnologie in Richtung Elektromobilität und erhalten als Kaufanreiz einen staatlichen Umweltbonus sowie Steuervorteile bei der Nutzung als Dienstwagen.

Ein Plug-in-Hybrid ist kurz gesagt ein Hybrid – verfügt also über zwei verschiedenartige Motoren: Verbrennungsmotor zum einen (Benzin oder Diesel) und einen Elektromotor zum anderen – plus Stecker. Der Stecker (engl.: „Plug-in“) ist der entscheidende Unterschied zum normalen Hybrid: Der Elektromotor des PHEV (kurz für: plug-in-hybrid electric vehicle) kann per Stecker an einer Wallbox geladen werden. Ein normaler Hybrid dagegen speist seinen Elektromotor während der Fahrt durch Rekuperation, also durch Energierückgewinnung beim Bremsvorgang.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Die Vorteile eines Plug-in-Hybrids liegen in dessen Flexibilität: Innerstädtische Touren können emissionsfrei per Elektromotor abgedeckt werden, während auch längere Strecken mithilfe des Verbrenners realisierbar sind. Ist die Batterie leer, kann mit Benzin (oder Diesel, je nach Modell) weitergefahren werden. Denn reine Elektroautos mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern sind derzeit noch rar, schwer und teuer.

Ein klarer Nachteil des PHEV muss jedoch bedacht werden: Er schleppt auch immer das Gewicht beider Antriebskonzepte mit sich herum – sowohl den Tank, den Verbrennungsmotor und das Getriebe einerseits sowie den Elektromotor samt schwerer Batterie andererseits.

Besonders für Firmenwagennutzer gilt es, die steuerlichen Aspekte der Elektromobilitätsförderung zu beachten. Seit Anfang 2019 müssen Firmenwageninhaber für Plug-in-Hybride nur noch die Hälfte des Steuersatzes für ihren geldwerten Vorteil der privaten Kfz-Nutzung zahlen. Und damit erklärt sich auch, warum Plug-in-Hybride gerade als Firmenwagen so beliebt sind: Allein 2020 wurden 100.000 mehr Plug-in-Hybride neu zugelassen als im Vorjahr.

Aber Achtung: Für diesen steuerlichen Rabatt muss mindestens eine der folgenden beiden Voraussetzungen erfüllt sein: Die elektrische Reichweite muss mindestens 40 Kilometer betragen oder das Fahrzeug darf maximal 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Hierauf sollte bei der Bestellung geachtet werden.

Umweltbonus für die Anschaff ung

Da Plug-in-Hybride streckenweise rein elektrisch fahren können, ändert sich die theoretische Berechnung des Normverbrauchs im Vergleich zu reinen Verbrennermodellen, was rein rechnerisch die CO2-Ausstoßwerte reduziert. Deshalb wurde die staatliche Förderung für die Anschaffung eines Plug-in-Hybriden für Neuzulassungen ab 3. Juni 2020 noch einmal erhöht und beträgt bei einem Kaufpreis bis zu 40.000 Euro in Summe 6750 Euro (doppelter Bundesanteil in Höhe von 4500 Euro plus Herstelleranteil). Übersteigt der Kaufpreis des PHEV 40.000 Euro, aber nicht 65.000 Euro, wird die Anschaffung noch mit derzeit 5625 Euro bezuschusst (Bundesanteil 3750 Euro und Herstelleranteil 1875 Euro).. Simone Willmann
   

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