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Home Sonderthemen Gesundheit PNF-Therapie – was ist das eigentlich?
13:36 14.02.2020
FOTO: KARELNOPPE - FOTOLIA.COM

Das Begriff klingt erst einmal sperrig: Die „Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation“ (kurz: PNF) ist eine Behandlungsmethode, die bei Patienten zur Anwendung kommt, deren natürliches Bewegungsverhalten gestört ist. 

Ursachen für eine Störung der natürlichen Abläufe können zum Beispiel Verletzungen sein, aber auch Erkrankungen oder zurückliegende Operationen. Zum Einsatz kommt die PNF-Therapie unter anderem in der Physio- und in der Ergotherapie.
     

Zunächst wird das Bewegungsverhalten des Patienten analysiert, danach wird ein Behandlungsplan festgelegt. Das Ziel einer PNF-Therapie ist dabei – vereinfacht ausgedrückt –, die veränderten Bewegungsabläufe wieder zu „normalisieren“. Es geht also darum, die gesunden Bewegungsverhalten wieder herzustellen.
      

Die PNF basiert darauf, dass physiologische Bewegungsmuster im zentralen Nervensystem (ZNS) abgespeichert sind. Die Therapie macht sich diesen Umstand zunutze: Dem ZNS wird gewissermaßen beigebracht, vorhandene gesunde Bewegungsabläufe als Bewegungsmuster zu erkennen und im Rahmen eines Gesamtbewegungsmusters an alle beteiligten Körperabschnitte zu senden. In den gestörten Abschnitten wird so eine physiologische, also gesunde Bewegung angebahnt („fazilitiert“). Die Behandlung erfolgt über das gezielte Setzen von Reizen.

Neben der Wiederherstellung eines gesunden Bewegungsverhaltens kann eine PNF-Therapie auch die motorische Kontrolle, die Stabilität, die Koordination sowie die Ausdauer und Kraft des jeweiligen Patienten fördern und steigern. Infos gibt es bei qualifizierten Phyisotherapeuten. mr

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