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Home Sonderthemen Gesundheit Plasmaspenden können Leben retten
06:43 14.08.2019

Göttingen. Allein in Deutschland müssen rund 16 000 chronisch Kranke mit Plasmapräparaten behandelt werden. Vor allem Menschen mit Blutgerinnungsstörungen, der sogenannten Bluterkrankheit, sind auf Plasmapräparate angewiesen. Durch ein defektes Gen produziert ihr Körper keine oder nicht genügend Gerinnungsfaktoren. So können schon kleine Verletzungen dazu führen, dass sie große Mengen an Blut verlieren oder sogar sterben. Doch für das Stoppen der Blutungen sind viele Plasmaspenden nötig. Bereits ein krankes Kind benötigt bis zu 100 Spenden im Monat.
          

Rohstoff für teils lebenswichtige Medikamente

Auch Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr benötigen regelmäßig Plasma, da ihr Körper ohne Unterstützung keine Infektionen abwehren kann. Plasmapräparate ermöglichen ein relativ normales Leben. „Plasma ist der Rohstoff für verschiedene, teils lebenswichtige Medikamente sowie Impfstoffe und kann bisher nicht künstlich hergestellt werden. Patienten, beispielsweise mit einem angeborenen Immundefekt, sind daher auf Plasmaspenden angewiesen“, sagt Andreas Gehrich, Center-Manager CSL Plasma Göttingen. Der Spender achte auch auf die eigene Gesundheit: Die Spende könne als eine Art „kleine Vorsorgeuntersuchung“ betrachtet werden. Und: Der Spender erhalte eine Aufwandsentschädigung, sagt Gehrich. Selbst für Leute, die keine schwere Krankheit haben, könnten die speziellen Medikamente lebenswichtig sein: So hilft beispielsweise ein Wundkleber, der aus Plasma gewonnen wird, starke Blutungen bei Operationen nach Unfällen zu stillen und das Gewebe zu verschließen. R

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