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07:51 14.05.2021
FOTO: Angelo-Esslinger – pixabay.com

Der häufigste Grund für Knieschmerzen ist der natürliche Verschleißprozess. Häufig wird dieser unter dem Begriff Arthrose zusammengefasst – und die kann diverse Ursachen haben.

Abnutzungen am Knorpel beispielsweise, die wiederum zu einer Art Entzündungsreaktion im Gelenk führen. „Es wird mehr Flüssigkeit produziert, die Gelenke werden warm, dick und tun weh“, erklärt Prof. Dieter Wirtz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. Auch eine veränderte Beinachse – also O- oder X-Beine – sei ein häufiger Grund für Verschleißerscheinungen. Zu viel Körpermasse kann die Knie ebenfalls überlasten; Verletzungen beim Sport oder durch Unfälle gelten als weitere Ursachen. Klar ist: Knieschmerzen muss man auf den Grund gehen. Wichtig sei eine ausführliche Anamnese, sagt Wirtz.

Wenn die Ursache gefunden ist, steht die Behandlung an. Das gehe häufig, aber nicht immer ohne Operation. „Weichteilverletzungen rund ums Knie, Muskelfaserrisse oder sehnenbezogene Probleme lassen sich gut konservativ behandeln, etwa mit Physiotherapie“, erklärt Wirtz. Und wann wird operiert? „Wir empfehlen eine OP, wenn klar ist, dass wir mit größter Wahrscheinlichkeit durch eine konservative Therapie nicht mehr das gleiche Ergebnis erreichen können wie durch eine Operation“, berichtet Chirurg Tobias Jung. Mit anderen Worten: Eine OP ist mitnichten die erste Option.

Beide Mediziner beschreiben, dass je nach Situation ganz verschiedene Therapieansätze für die Behandlung infrage kommen können – und diese reichen vom künstlichen Kniegelenk bis hin zur regenerativen Therapie, etwa mit Stammzellen. dpa/tmn/mr