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Home Sonderthemen Pflege Pflege nach Klinik-Aufenthalt: Der Sozialdienst hilft
08:54 30.05.2019
Die Anschlusspflege ist wichtig. FOTO: R

Ob Sturz oder Schlaganfall: Häufig beginnt die¬ Pflege von Angehörigen mit einem Krankenhausaufenthalt.

Geht die Zeit in der Klinik zu Ende, haben Pflegebedürftige einen Anspruch auf sogenannte Anschlussversorgung - genau wie alle anderen Patienten. Das ist in diesem Fall aber besonders wichtig, erklärt die Zeitschrift „Senioren Ratgeber“ auf ihrer Webseite.

Denn durch das Recht auf Anschlussversorgung darf die Klinik Patienten erst entlassen, wenn genau geklärt es, wie es weitergeht. Deshalb gibt es das sogenannte Entlassmanagement. Zuständig dafür ist meist der Sozialdienst des Krankenhauses. Im Fall einer Pflegebedürftigkeit hilft der zum Beispiel bei der Suche nach einem ambulanten Pflegedienst oder beim Antrag auf einen Pflegegrad.

Falls Angehörige die Pflege daheim noch nicht sofort übernehmen können, kann der Sozialdienst eventuell auch Kurzzeit-Pflegeplätze in entsprechenden Einrichtungen organisieren. Und die Klinikärzte können auch Rezepte für Hilfsmittel wie Pflegebetten ausstellen sowie für Medikamente. Letztere sollen aber nur die Zeit für den Besuch bis zum Hausarzt überbrücken. Sie gelten daher meist nur wenige Tage und nur für kleine Arzneimittel-Vorräte.  dpa


Lange fit bleiben mit körperlicher und geistiger Aktivität. FOTO: PIXABAY.COM/AKZ O
Lange fit bleiben mit körperlicher und geistiger Aktivität. FOTO: PIXABAY.COM/AKZ O

Immer mehr Menschen erkranken an Demenz. Laut Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft sind bereits heute etwa 1,7 Millionen Menschen betroffen. Und die Tendenz ist steigend. Aktuell leidet etwa jeder elfte Mensch in Deutschland an Alzheimer oder einer ähnlichen Demenzerkrankung. Voraussichtlich wird sich die Zahl bis 2050 verdoppeln.

Demenz ist eine weltweit anerkannte chronische Erkrankung: Die Gehirnleistung des Betroffenen nimmt fortschreitend ab und führt so zu immer größeren Beeinträchtigungen. Die häufigste Form ist Alzheimer, sie betrifft etwa zwei Drittel aller Demenzerkrankungen und tritt in der Regel altersbedingt bei Menschen ab dem 65. Lebensjahr auf. Nur bei etwa einem Prozent der Patienten ist eine genetische Veränderung die Ursache.

Viele Formen – sehr unterschiedliche Ausprägungen

Insgesamt werden unter dem Begriff Demenz über 50 Krankheiten zusammengefasst. Sie unterscheiden sich in Symptomen und Verlauf. Die Forschung arbeitet noch intensiv daran, die Ursachen der Varianten zu entschlüsseln. Man weiß aber heute, dass bei der Entstehung von Alzheimer verschiedene Eiweißablagerungen im Gehirn eine Rolle spielen.

Demenz kann sich in unterschiedlich schwerer Ausprägung zeigen. Meist fängt die Erkrankung ganz harmlos mit dem Vergessen von Namen und dem Verlegen von Gegenständen an. Betroffene verlieren immer mehr geistige, aber auch emotionale und soziale Fähigkeiten. Oft verändert sich ihre Persönlichkeit und die Fähigkeit, alleine im Alltag zurecht zu kommen, nimmt ab.

Vorbeugen hilft

Prävention ist wichtig. Jeder kann selbst etwas tun, um geistig lange fit und wach zu bleiben. Regelmäßige Bewegung, Aktivitäten wie das Erlernen einer neuen Sprache oder Kreuzworträtsel sowie soziale Kontakte halten nachweislich unseren Gehirnkasten auf Trab. Tanzen, Spaziergänge, Gedächtnistraining oder Lesen und das gesellige Beisammensein mit anderen Menschen verringern das Risiko einer Erkrankung. Auch die richtige Ernährung hilft bei der Vorbeugung. Es gilt das Motto: Was gut ist für das Herz, tut dem Gehirn genauso gut. Frisches Obst und Gemüse sollten regelmäßig auf den Tisch kommen, statt rotem Fleisch sollte lieber Geflügel im Einkaufswagen liegen.

Mehr Informationen unter www.innenlebenmagazin.de.

Es gibt verschiedene Therapieansätze zur Behandlung von demenziell medikamentöse, aber auch nicht medikamentöse Behandlungen wie Verhaltensanalyse, eine gezielte Reizung der Sinne wie bei der basalen Stimulation, Aroma- oder Musiktherapie. akz-o

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