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Home Sonderthemen Wirtschaft & Finanzen Neues Zeichen für kompostierbare Bioabfall-Beutel
13:02 16.11.2020
Das Zeichen „DINplus Bioabfall- Beutel“ ergänzt den „Keimling“, der die Erfüllung der europäischen Norm DIN EN 13432 bei Bioabfall-Beuteln garantiert. GRAFIK: VERBUND KOMPOSTIERBARE PRODUKTE E.V.

Berlin. Der Verbund kompostierbare Produkte geht in die Offensive: Mit dem Zertifizierungssystem „DINplus Bioabfall- Beutel“ wird der Zeitraum, der kompostierbaren Bioabfall-Beuteln zur Verrottung gegeben wird, auf maximal sechs Wochen begrenzt – die Hälfte der Zeit, die von der europäischen Norm DIN EN 13432 eingeräumt wird.

Naturkost Elkershasuen - Boyer im Ostviertel

„Die Zertifizierungsstelle DIN CERTCO (TÜV Rheinland) antwortet mit dieser neuen Anforderung auf viele Fragen von kommunalen Entscheidungsträgern, die durch die Vorbehalte der Kompostierungsbetriebe verunsichert wurden“, betont Michael von Ketteler, Geschäftsführer des Verbunds kompostierbare Produkte anlässlich der Markteinführung des DINplus-Zertifizierungszeichens. „Es ist unser großes Anliegen, Kommunen bestmöglich darin zu unterstützen, ihren Bürgerinnen und Bürgern mit kompostierbaren Bioabfall-Beuteln eine hygienische Hilfe für die getrennte Sammlung von Bioabfällen zu ermöglichen. So lässt sich die im Kreislaufwirtschaftsgesetz von 2012 verpflichtende getrennte Sammlung von Küchenabfällen praktikabel realisieren.“


Kompostierung in der Hälfte der Zeit

„Das neue Zertifizierungssystem ,DINplus Bioabfall- Beutel’ ergänzt den etablierten ,Keimling’, der bezüglich der Kompostierbarkeit von biologisch abbaubaren Werkstoffen die Erfüllung der europäischen Norm DIN EN 13432 garantiert – verschärft jedoch die Anforderungen für die Zeit bis zur vollständigen Kompostierung auf maximal sechs anstelle von maximal zwölf Wochen“, sagt Dr. Oliver Ehlert, Sachverständiger der DIN CERTCO.

„Wenn wir – wie Politik, Bürger, Kommunen und Entsorger fordern – mehr wertvolle Bioabfälle der Kompostierung zuführen wollen, kommen wir um den zertifiziert kompostierbaren Bioabfall-Beutel nicht herum, wie uns dessen Beliebtheit bei den Verbrauchern zeigt“, ergänzt Peter Brunk, Vorsitzender des Verbunds kompostierbare Produkte: „Mit dem neuen Qualitätssiegel geben wir den Entscheidern in den Kommunen stichhaltige, wissenschaftlich fundierte Argumente in der Diskussion um dessen Einführung an die Hand.“ Durch das neue Zertifizierungssystem werde auch der Innovation der Material- und Bioabfall-Beutelhersteller Rechnung getragen, die ihre Produkte kontinuierlich weiterentwickeln, damit die Ziele des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) erreicht werden können. ots

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