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Home Sonderthemen Freizeit & Familie Lazarus - Musical von David Bowie und Enda Walsch - Nach dem Roman »The Man Who Fell to Earth«
10:12 12.04.2019

Seit der Eröffnungspremiere »Tom Sawyer & Huckleberry Finn« in der Spielzeit 2014/15 übernahmst du am Deutschen Theater Göttingen die musikalische Leitung. Davor warst du am Staatstheater Kassel, Stadttheater Bern und am Theater Krefeld/Mönchengladbach in gleicher Funktion tätig. Du warst 1985 Träger des Kasseler Kultur förderpreises und hast vor vielen Jahren Musik für Lehramt an der Gesamthochschule Kassel studiert. Wieso sammelst du Gitarren?

Tommy Emanuel, ein grosser Gitarrist, hat mal gesagt »You can never have too many guitars«. Die Gitarre ist das Instrument, mit dem ich mich am meisten zuhause fühle, und meine verschiedenen Gitarren sind wie eine Farbenpalette, sie geben mir die unterschiedlichsten Ausdrucksmöglichkeiten in die Hand. Und ich versuche, auch keine meiner Gitarren zu benachteiligen ...

Kommen wir zu David Bowie. Kannst du in wenigen Worten sagen, was er für die Musikgeschichte bedeutet?

David Bowie hat die Popmusik geprägt wie nur wenige Musiker. Er hat schon früh nach Möglichkeiten gesucht, die ausgetrampelten Pfade schlichter, manchmal sehr naiver Popsongs zu verlassen und in den Harmonien, Songstrukturen und Klangfarben neue Mittel des Ausdrucks zu finden. Da war er immer Avantgarde und blieb doch, trotz oder gerade wegen seiner schillernden Verwandlungen und unterschiedlichen Figuren, in die er schlüpfte, unverkennbar David Bowie.

Was ist das besondere an »Lazarus«?

In der Textvorlage »Lazarus« finden sich Motive, die immer wieder in seinen Songs aufgetaucht sind und sein Vermächtnis ist dort in sehr konzentrierter Form formuliert. Wir hören dort große, bekannte Hits, aber auch unbekanntere Songs, ohne dass dieses Stück zu einem Jukebox-Musical verkommt. Musikalisch hat Bowie seine Songs dort weiterentwickelt und er gibt ihnen neue, unbekannte Wendungen, man hört ganz neue Seiten seiner Musik. Trotz der Verschiedenartigkeit der Songs aus ganz unterschiedlichen Schaffensphasen entsteht ein in sich stimmiger, konsistenter Sound. Manchmal muss man sich an diese Interpretationen erst gewöhnen, aber dieser Abend ist meisterlich zusammengestellt und man spürt David Bowies Liebe zu theatralischen Formen. Das ganze Team und die Schauspieler*innen freuen sich sehr auf diese Arbeit und auf die Herausforderung, der wir uns da stellen.

Nach welchen Kriterien hast du deine Band für »Lazarus« zusammengestellt?

Die Band entspricht den Vorgaben der Uraufführung. Wir sind acht Musiker*innen, eine große Rhythmusgruppe mit Drum, Bass, zwei Gitarren und zwei Keyboards, also eine klassische Rockband, erweitert durch zwei tiefe Bläser.

Verrätst du schon den Namen dieser Band?

Den Namen der Band hatte ich schnell und schon früh gefunden, wir sind »Minor Tom and all the Young Dudes«, das muss man, glaube ich, nicht weiter erläutern.

Die Fragen stellte Inge Mathes

Regie Moritz Beichl Musikalische Leitung Michael Frei Bühne Valentin Baumeister Kostüme Astrid Klein Video Moritz Hils Dramaturgie Sonja Bachmann Mit Florian Donath, Christina Jung, Roman Majewski, Daniel Mühe, Katharina Müller, Volker Muthmann, Dorothée Neff, Gregor Schleuning, Mirjam Sommer, Andrea Strube, Gerd Zinck Band Rolf Denecke, Manfred von der Emde, Michael Frei, Pauline Jung, Hans Kaul, Detlef Landeck, Frank Pecher, Rolf Rasch, Anton Säckl

Premiere 15. Juni
19.45 Uhr | DT–1

Weitere Vorstellungen
18., 19., 21., 22., 25., 26., 28. und 29. Juni | 1., 4. und 5. Juli jeweils 19.45 Uhr 23. Juni um 15.00 Uhr 30. Juni um 17.00 Uhr 3. Juli um 20.30 Uhr


Wassa Schelesnowa steht an der Spitze eines Firmenimperiums, das ihrer Familie Reichtum und gesellschaftliche Bedeutung beschert hat. Sie führt das Unternehmen mit harter Hand, ist immer darauf bedacht, ihren Gewinn zu maximieren, und geht gnadenlos gegen jeden vor, der in ihren Augen das Geschäft oder die Familie bedroht. Die Familie aber ist deutlich instabiler als die Firma. Der Sohn lebt schwerkrank als politischer Flüchtling in der Schweiz, die ältere Tochter gibt sich dem Alkohol hin, Wassas Bruder verspielt das Geld und ihrem Mann droht eine Anklage wegen Pädophilie. Wassa setzt alle Hoffnungen auf ihren Enkel, der bei ihr lebt und der das Unternehmen in der nächsten Generation führen soll …

Regie Aureliusz Smigiel Bühne Martin Eidenberger Kostüme Laura Yoro Musik Torsten Knoll Dramaturgie Matthias Heid Mit Gaby Dey, Lutz Gebhardt, Christina Jung, Felicitas Madl, Roman Majewski, Marco Matthes, Dorothée Neff, Mirjam Sommer

Premiere 4. Mai | DT–1

Weitere Vorstellungen
10. und 21. Mai | 7. Juni jeweils 19.45 Uhr

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