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Themenwelten
07:26 30.10.2021
SYMBOLFOTO: PIXABAY

Auf Einladung des Projektbüros Südniedersachsen diskutierten im Sommer rund 40 Interessierte aus Kommunen, Landkreisen, Wirtschaftsförderungen, Energieversorgern und Unternehmen der Immobilienwirtschaft über den Ausbau der E-Ladesäuleninfrastruktur in Südniedersachsen. 
   

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Fachreferenten wie auch teilnehmende Kommunen, Energieversorger und Dienstleister waren sich einig: Der Ausbau der Ladepunkte schreitet auch in Südniedersachsen zügig voran. Treiber dieser Entwicklung sind Land und Bund, die insbesondere für private Nutzer von E-Autos und Wallboxen interessante Förderangebote bereithalten. Die Arbeitgeber der Region reagieren auf den Bedarf ihrer Mitarbeiter. Gleiches gilt auch für die öffentlichen Verwaltungen, die zunehmend bei Verwaltungsgebäuden und an Schulstandorten Ladesäulen zur Verfügung stellen.

Ladesäulen: Geschäftsfeld mit Zukunft

Noch ist die Nachfrage nicht so hoch, dass sich die Investitionen wirtschaftlich lohnen. Für die Energieversorger sind Ladepunkte aber trotzdem Geschäftsfelder, die sie mit Blick auf die Zukunft bearbeiten. Den Kommunen kommt beim Ausbau der Ladeinfrastruktur eine wichtige Rolle zu. Nur sie wissen, wo es in den Ortschaften Bedarfe gibt. Aber nicht jeder kleine Ort muss Ladesäulen vorhalten. Gemeinsam können Kommunen ein regionales Ladenetz entstehen lassen, das den Bedarfen Rechnung trägt. 
  

„Die Kommunen nehmen ihre Vorbildfunktion beim Ausbau der Ladeinfrastruktur sehr ernst“, sagt die Göttinger Kreisrätin Christel Wemheuer. FOTOS: PIXABAY/ARCHIV
„Die Kommunen nehmen ihre Vorbildfunktion beim Ausbau der Ladeinfrastruktur sehr ernst“, sagt die Göttinger Kreisrätin Christel Wemheuer. FOTOS: PIXABAY/ARCHIV

Die Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt sprach mit der Ersten Kreisrätin des Landkreises Göttingen, Christel Wemheuer, über die E-Ladesäuleninfrastruktur in der Region und die Motivation des Landkreises Göttingen, den Ausbau weiter voranzubringen.

„Die Kommunen nehmen ihre Vorbildfunktion beim Ausbau der Ladeinfrastruktur sehr ernst“, so Wemheuer. Eine Vernetzung und Beteiligung involvierter Akteure und ein direkter Austausch auf Fachebene sei wichtig, um den Entwicklungsprozess bestmöglich zu steuern und die Dynamik aufrecht zu halten.

Raimund Nowak, vormaliger Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH, stellte ein lokales Musterkonzept für Kommunen zur Förderung der Elektromobilität vor und gab Anregungen zur Einbindung der Bürger vor Ort. Nowak betonte, dass entscheidend zur Erreichung der Klimaziele sei, nicht nur einen Wechsel des Fahrzeugantriebs zu fokussieren, sondern diesen mit der Verkehrswende insgesamt zu verbinden. Wie der Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur aussehen kann, stellte Manuel Krieg von der Regionalmanagement Nordhessen GmbH in einem Best-Practice-Beispiel aus Nordhessen vor.

Verschiedene Akteure der Elektromobilitätsbranche aus der Region teilten ihre Einschätzung zum Ausbau der öffentlichen E-Ladeinfrastruktur in Südniedersachsen mit.

Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum

„Um die Klimaziele zu erreichen, ist ein vorausschauender Aufbau an öffentlicher Ladeinfrastruktur wichtig. Ein gut gestalteter Übergang zur Elektromobilität bietet Chancen für die regionale Wirtschaft und sichert eine nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum“, betonte Dr. Ulrike Witt, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Braunschweig, in der abschließenden Diskussion.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Dialog und die direkte Vernetzung der Akteure verstärkt werden müssen, um gemeinsam den Übergang in die Elektromobilität voranzutreiben und die Standortattraktivität zu sichern. star 
    

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