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14:50 29.04.2019
Im Oktober 1986 eröffnete das LUMIÈRE an der Geismar Landstraße FOTO: R
Film- und Kinoinitiative Göttingen e.V.
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In Göttingen gründeten sich Mitte der 1970er Jahre in der Universität, in Kneipen, Jugendzentren und Schulen Filmclubs und Initiativen, die gegen das kommerzielle Kinoprogramm alternative und engagierte Filme zeigten.

1979 kam die Idee auf, das Engagement in einem Kino in der Stadt zu bündeln und sich dabei an der Idee der kulturell und gesellschaftlich engagierten kommunalen Kinos zu orientieren.

Im Januar 1980 wurde aus diesen Filmclubs heraus der gemeinnützige Verein „Film- und Kino-Initiative Göttingen“ (FKI) gegründet. Nach zahlreichen erfolgreichen Filmreihen und Festivals waren Presse und Göttinger Bürger begeistert. Die engagierte Arbeit wirkte sich auch auf die Entscheidungen des Rates der Stadt aus. Dieser bewilligte nach emsiger Kultur- und Lobbyarbeit des Vereins zunächst Fördermittel für die Filmprojekte und 1985 schließlich Gelder für den Umbau und die Renovierung des Hauses Geismar Landstraße 19, in dem bis 1976 das Junge Theater gespielt hatte und das nachfolgend bis 1985 vom Göttinger Sinfonieorchester als Proberaum genutzt wurde. Im Jahr 1986 folgten umfangreiche Baumaßnahmen, bis schließlich am 31.Oktober 1986 das neue Kino LUMIÈRE in der Geismar Landstraße eröffnete. Als Namenspaten hatte sich der Trägerverein die Brüder Auguste (1862-1954) und Louis Lumière (1864-1948) ausgewählt, die als Besitzer einer fotografischen Fabrik in Lyon (Frankreich) den Kinematographen erfanden und am 28. Dezember 1885 im Pariser Grand Café die erste öffentliche Filmvorführung veranstalteten. Wie es der Zufall wollte, zeigten Abgesandte der Brüder Lumière am 31. Oktober 1896 ihre kurzen Dokumentar– und Reisestreifen in Göttingen im Café Hapke in der Weender Straße, also exakt auf den Tag 90 Jahre vor der Eröffnung des Kinos LUMIÈRE. Abgesehen von dieser kinematografischen Verbindung bedeutet das französische Wort „lumière“ im Deutschen „Licht“ – auch das passt gut zu einem Kino! r

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