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Home Sonderthemen Gesundheit Kontrolle zurückgewinnen
16:11 17.07.2020
FOTO: KARELNOPPE - FOTOLIA.COM

Inkontinenz kann jeden treffen. Viele Betroffene schämen sich aber so sehr dafür, dass sie keinen ärztlichen Rat einholen. Dabei gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten.  

Grob gesagt kann zwischen zwei Varianten unterschieden werden: der Dranginkontinenz und der Belastungsinkontinenz, die früher auch Stressinkontinenz genannt wurde. „Bei der Dranginkontinenz ist die Blase an sich das Problem oder die Kommunikation zwischen Gehirn und Blase.

Bei der Belastungsinkontinenz funktionieren dagegen Schließmuskel und Beckenboden nicht richtig“, erklärt Prof. Ursula Peschers, Direktorin der Klinik für Gynäkologie am Isarklinikum München und Mitglied im Expertenrat der Deutschen Kontinenz Gesellschaft. Eine Dranginkontinenz äußert sich dadurch, dass Betroffene plötzlich den sehr starken Drang haben, auf Toilette gehen zu müssen und den Urin oft nicht mehr einhalten können. Die Belastungsinkontinenz tritt im Gegensatz dazu direkt in Situationen auf, in denen der Beckenboden belastet wird – etwa beim Niesen, Husten oder Hüpfen.

„Natürlich gibt es auch Mischformen“, fügt Peschers an. Zudem könne Inkontinenz im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auftreten. Die Behandlung richtet sich nach Art und Ursache. Grundsätzlich steige man mit einer eher moderaten Behandlung wie Physio- oder Verhaltenstherapie ein. Dort könnten etwa Patienten mit Dranginkontinenz lernen, Urin länger einzuhalten oder ihr Trinkverhalten anzupassen. Außerdem gibt es Pessare. die Beckenboden und Schließmuskel unterstützen. In manchen Fällen können Medikamente oder Hormone anschlagen. Erst als letzter Schritt bleibt ein operativer Eingriff. dpa/tmn

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