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Home Sonderthemen Gesundheit Kinesio-Taping ist vielseitig einsetzbar
09:09 18.10.2019
FOTO: KARELNOPPE - FOTOLIA.COM

Was früher Profisportlern vorbehalten war, ist mittlerweile längst in der Gesellschaft angekommen: Kinesio-Taping findet immer mehr Akzeptanz nicht nur bei Patienten, sondern auch bei behandelnden Ärzten und Physiotherapeuten. Das dürfte auch an den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten liegen.

Mitte der 70er-Jahre in Japan erfunden, hat sich das Kinesio-Taping im Laufe der Jahrzehnte rasant weiterentwickelt. Inzwischen gibt es eine Vielzeit unterschiedlicher Anwendungsbereiche, beispielsweise durch Lymph-, Muskel- oder Faszien-Techniken.

Dadurch können ganz unterschiedliche Beschwerden damit behandelt werden. So werden Kinesio-Tapes zum Beispiel bei bestimmten Rückenschmerzen oder bei Muskelverletzungen wie Zerrungen oder Faserrissen eingesetzt. Auch Haltungsschäden oder Fehlstellungen können teilweise korrigert werden. Aus dem Leistungssport bekannt ist die Methode, Kinesio-Tapes vorbeugend einzusetzen, um Überlastungsschäden zu verhindern. Kinesio-Taping wird aber auch auf anderen Gebieten inzwischen erfolgreich eingesetzt, etwa bei Migräne, Schulterbeschwerden oder bei Multipler Sklerose.  

Dass es die markanten Tapes in verschiedenen Farben gibt, geht ursprünglich auf den Erfinder Kenzo Kase zurück, für den die Temperatur unterhalb des Tapestreifens eine wichtige Rolle gespielt haben soll. Diese soll beispielsweise bei einem blauen Tape geringer sein als bei einem roten.

Später wurden weitere Argumentationen für die Tape-Farben entwickelt. Blau soll etwa beruhigend wirken, rot hingegen anregend. Wissenschaftlich bewiesen ist das nicht – und so ist die Farbwahl letztlich wohl auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. mr
  

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