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Home Sonderthemen Job & Karriere Interkulturelle Ausbildungsmesse
11:14 19.11.2018
Jugendliche mit Migrationshintergrund finden Orientierungshilfe beim Markt der Berufe. Auch die Eltern sind eingeladen sich zu informieren. FOTO: R

Die Aufforderung auf dem Flyer ist unmissverständlich: „Komm und finde deinen Beruf.“ Und das in gleich sieben Sprachen. Das ist die besondere Idee an der Berufemesse der BFGoe: Man nimmt sich gezielt Jugendlichen mit Migrationshintergrund an – aber natürlich sind auch alle anderen Interessierten willkommen.

Bereits zum fünften Mal fand die Veranstaltung 2018 statt, in diesem Jahr das erste Mal Am Wochenmarkt. Zuvor hatte man den Platz an der Ditib-Moschee genutzt, um die Jugendlichen und ihre Eltern möglichst direkt nach dem Freitagsgebet abzuholen. Doch mit steigender Nachfrage und größerer Zahl an Ausstellern wurde es eng am Königsstieg.

„Vermutlich werden wir im kommenden Jahr noch einmal umziehen müssen“, erklärt Andrea Schneider aus dem Organisationsteam der BFGoe. Wenn der Göttinger Wochenmarkt umgebaut werde, müsse eine Alternative her.

Für die vergangene Veranstaltung, die das erste Mal unter ihrer Leitung stand, zieht Schneider ein positives Feedback. Etwa 1000 Besucherinnen und Besucher seien vor Ort gewesen, viele Aussteller hätten angegeben, gute Gespräche geführt zu haben. Ein schöner Kontrast, denn die Initiative wurde als Konsequenz auf ein Experiment zum Thema Alltagsrassismus ins Leben gerufen. „Man kennt dieses Experiment ja. Da wird dieselbe Bewerbung abgeschickt, einmal von Max und einmal von Mohammed. Und wer wird am Ende zum Gespräch eingeladen? Nicht Mohammed.“

Aus diesem Grund richte sich die Messe auch nicht nur an die Jugendlichen, sondern auch explizit an die Aussteller, die sich ein Bild vom Potential der Besucher machen können. Ausdrücklich eingeladen sind auch die Eltern der zukünftigen Auszubildenden, denn diese durchschauen das deutsche Ausbildungssystem oft nicht, weil es ihnen fremd ist. „Dieses System mit der dualen Ausbildung, das gibt es ja in vielen Ländern nicht und ist daher auch nicht bekannt.“

Besonders praktisch für Schüler, deren Eltern Verständnisprobleme haben: Es können Mitarbeitende des Dolmetscherdienstes angefragt werden und diese begleiten dann die Familien zu den Ausstellern. So können sich die Jugendlichen voll auf das Geschehen konzentrieren, ohne selbst in die Rolle des Übersetzers fallen zu müssen.

Felicitas Oldenburg (FDP)
Felicitas Oldenburg (FDP)

Das breite Spektrum beeindruckt, von Gründerinnenberatung durch WomActivity/MOBIL bis Begleitung beim erfolgreichen Berufseinstieg Jugendlicher, vom Spendenzentrum bis Sprachkursen für geflüchtete Menschen. Hilfe in Richtung Selbstständigkeit begrüßen die Göttinger Liberalen sehr und wünschen nachhaltigen Erfolg!


Karin Schultz (CDU)
Karin Schultz (CDU)

Die Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) fördert, unterstützt und berät etwa Erwerbs- und Arbeitslose, benachteiligte Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund und Schwerbehinderte. Diese erfolgreiche Arbeit¬ ist in Göttingen nicht mehr wegzudenken.


Insa Wiethaup (SPD)
Insa Wiethaup (SPD)

Mit ihrer Offenheit für immer neue Konzepte, einem großen Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen, aber vor allem auch einer hohen Einsatzbereitschaft aller Beschäftigten, wurde unzählbar vielen Teilnehmenden neue Chancen eröffnet. Dreißig Jahre erfolgreich in einem sich stetig wandelnden Arbeitsmarkt, zu Recht ein guter Grund zu gratulieren!


Thomas Harms (Grüne)
Thomas Harms (Grüne)

Die Beschäftigungsförderung ist aus Göttingen nicht mehr wegzudenken. 30 Jahre Unterstützung für Menschen, die wieder Glück und Segen in sinnreicher Arbeit finden wollen. Hierfür Dank und Anerkennung!


Dr. Klaus-Peter Hermann (SPD)
Dr. Klaus-Peter Hermann (SPD)

Die Beratungs- und Qualifizierungsangebote für Jugendliche und langzeitarbeitslose Menschen der BFGoe sind gekennzeichnet von großer sozialpolitischer Verantwortung und sind wesentlicher Bestandteil einer aktiven Beschäftigungsförderung weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus.


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