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Home Sonderthemen Freizeit & Familie Großes Warenlager – kleiner „Pillenflitzer“
13:03 02.10.2019
Die Süd-Apotheke. FOTO: SKI
Neue Arbeit Brockensammlung
Hubertus Apotheke
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Göttingen. Dunja Stopar-Winkler und Michael Winkler betreiben in Göttingen und Goslar vier Apotheken, in denen sie rund 70 Mitarbeiter beschäftigen. Zwei Standorte sind seit Jahrzehnten vor allem bei Stammkunden in der Stadt bekannt. Im vergangenen Jahr hat der 54-Jährige die Apotheke im Carré „komplett neu eingerichtet“ – hier sind die Besucher durch die Nähe des Zentralcampus „sehr international“.

Ein Schwerpunkt, insbesondere in der Süd-Apotheke an der Reinhäuser Landstraße 25 und in der Apotheke am Wall (Groner-Tor-Straße 4), sei die Spezialisierung in der Versorgung von Altenheimen mit Medikamenten, so der Apotheker. Ein zweiter Schwerpunkt sei der Großhandel mit Sitz in der Apotheke am Wall: Die Winklers beliefern vor allem Krankenhäuser in Brasilien mit Arzneimitteln, die in Deutschland zugelassen, aber vor Ort noch nicht auf dem Markt sind. „Wir liefern seit 1996. Zu Anfang über persönliche Kontakte in einem rein humanitären Programm. Daraus hat sich ein Geschäftsfeld entwickelt.“ Im Labor in der Süd-Apotheke stellen Pharmazeutisch-Technische Assistentinnen (PTA) täglich Salben, Kapseln, Zäpfchen und weitere Arzneimittel her, „zum Beispiel, wenn es bei fertigen Medikamenten für Kinder keine passende Dosierung gibt, spezielle Augentropfen oder der Hautarzt ein individualisiertes Rezept ausstellt“. Die Laborarbeit sei umfangreich, unter anderem, „weil der Dokumentationsaufwand hoch ist“.

In der Süd-Apotheke stehen zwei Beratungsbereiche zur Verfügung – inklusive eines separaten Raums, für diskrete Gespräche, zum Beispiel bei Inkontinenz. „Wir sind spezialisiert in der Beratung von Diabetikern, können ein Blutzuckermessgerät vorführen. Oder die Handhabung von Asthma-Sprays demonstrieren.“ Das Team verleiht zudem Milchpumpen. „Und wir können Stützstrümpfe anmessen“, betont Winkler. Neben einem Kosmetikbereich (Behandlung nur nach Terminvereinbarung) steht Kunden in der Süd-Apotheke eine auf Homöopathie spezialisierte Mitarbeiterin zur Verfügung.

Durch den Filialverbund haben die Mitarbeiter „rasch Zugriff auf ein großes Warenlager“. Sollte ein Medikament nicht sofort griffbereit vorliegen, „nutzen die Kunden bei Bestellung bis zum frühen Nachmittag unseren ausgedehnten Botendienst“, sagt Winkler. Die Lieferwagen mit der Aufschrift „Pillenflitzer“ seien mittlerweile im Straßenbild bekannt. In puncto Vorsorge und Versorgung im Fall von Schnupfen, Husten und Co. erhalten Kunden jetzt und in den kommenden Wochen die Mittel, die ihnen helfen: „Bei der Prävention, unter anderem im Bereich Vitamine, haben wir ein sehr gutes Sortiment. Und auf die Erkältungszeit sind wir natürlich eingestellt.“

Nicht ganz so bekannt wie die „Pillenflitzer“ ist Winklers Weinberg zwischen Lenglern und Esebeck. Noch testet er. 2020 will Winkler nach der dann dritten Ernte mit der Vermarktung beginnen. SKI

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