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09:41 09.04.2021
FOTO: Rudy and Peter Skitterians – pixabay.com

Die Knie und der Rücken können vom Radfahren profitieren – oder nach der Tour schmerzen. In welche Richtung es ausschlägt, hat man selbst in der Hand. Ein Experte erklärt, worauf Sie besser achten sollten.

Radfahren gilt als vergleichsweise gelenkschonende Betätigung. Ganz ohne Einschränkung ist diese Aussage aber nicht – es kommt auf die Technik beim Treten, auf die Intensität und die Einstellungen von Sattel und Lenker an. Sitzt zum Beispiel der Sattel zu tief, sind die Knie beim Treten zu stark gebeugt. Das sei schlecht für den Hebel der Gelenke, sagt der Orthopäde Prof. Sven Ostermeier. Sie würden dadurch zu stark belastet.

Sitzhöhe richtig einstellen und leichte Gänge wählen

Damit das nicht passiert, rät er, die richtige Sitzhöhe im Fachgeschäft einstellen zu lassen. Beim Radfahren sollten Menschen mit Knieproblemen, etwa einer Arthrose, außerdem leichte Gänge auflegen. Das sei gut für den Knorpel im Gelenk, sagt Ostermeier. Obacht: Bei einer Arthritis, also einer Entzündung im Gelenk, sollte man nicht aufs Rad – dann ist Schonung fürs Knie angesagt.

Aufrechte Position beim Radeln besser geeignet

Um den Rücken zu entlasten, sollten Freizeitradlerinnen und Freizeitradler nicht zu gebeugt fahren, rät der Experte. Der Lenker darf also gerne ein wenig höher gestellt werden. „Für Untrainierte ist die aufrechte Position besser, weil es nicht so auf das Kreuz geht“, sagt Ostermeier.

Und wenn es doch einmal zwickt nach der Radtour? Der Orthopäde gibt hier Entwarnung: „Normal ist alles, was innerhalb von 24 Stunden wieder weggeht.“ dpa/tmn