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Home Sonderthemen Pflege Gemeinsam weniger einsam
06:34 29.05.2020
An Apps und Programmen für Videochats und Videokonferenzen mangelt es nicht. FOTO: ZACHARIE SCHEURER/DPA-TMN

Göttingen. Die Kneipen zu, die Familie weit weg, und auch die Arbeitskollegen müssen von daheim arbeiten: Zum Glück gibt es in der Corona-Krise technische Hilfe – damit die soziale und berufliche Isolation nicht allzu groß wird und man Freunde, Verwandte und Büromitarbeiter trotzdem sehen kann. 

Abhilfe verschafft ein Videochat – und das sogar ganz ohne Ansteckungsgefahr? Soll die Videoverbindung lediglich zwischen zwei Menschen oder Geräten stattfinden, reicht oft bereits die Messenger-App, die man ohnehin nutzt. Etliche Programme und Apps können mittlerweile jedoch deutlich mehr als zwei Geräte für ein Videogespräch zusammenzuschalten.

Struck Meier

Geht es um eine App, hat man im Smartphone oder Tablet bereits alles eingebaut, was man braucht, um gleich loslegen zu können. In Sachen Rechner werden die meisten ein Notebook nutzen, in dem schon eine Webcam integriert ist. Ansonsten gilt wie beim Desktop-PC: Webcam besorgen, damit die Videokonferenz funktioniert. Gegebenenfalls müssen zudem noch ein Mikro und ein Lautsprecher angeschlossen werden.

Die Redaktion hat sich fünf Dienste angesehen, die Familien, Freundeskreise und Kollegen verbinden können. Einige bieten sogar ein paar nützliche Sonderfunktionen – und es muss gar nicht immer gleich „Zoom“ oder „Teams“ sein.

Hangouts
Googles Kommunikationsplattform kann Textnachrichten, Sprachanrufe und Videokonferenzen - in der kostenlosen Ausgabe mit bis zu zehn Teilnehmern. Praktisch: Hangouts läuft auf iO-Sund Android-Smartphones sowie am Rechner im Browser. Jeder Teilnehmer braucht ein Google-Konto. Wer mag, keine seine Telefonnummer damit verknüpfen und ist dann auch darüber auffindbar. Hangouts findet man im App- und Play Store sowie in der App-Auswahl im Google-Konto.

Bewertung: Funktioniert gut für Nutzer mit unterschiedlichen Geräteplattformen und Google-Konto.

Facetime
Apples Sprach- und Videoanrufe-App ist auf allen Apple-Geräten vorinstalliert – und funktioniert auch nur mit ihnen. Nutzer von iPhone, iPad, Mac und Co. können damit sehr einfach Videokonferenzen mit ihren Kontakten anstoßen. Das geht entweder direkt aus der App, aus Gruppenchats oder aus dem Kontaktverzeichnis.

Facetime-Gespräche sind kostenlos, im Mobilfunknetz verbrauchen sie allerdings Datenvolumen. Ebenfalls wichtig zu wissen: Nutzer brauchen mindestens ein iPhone 6s, iPad Air 2, iPad mini 4 oder iOS 12.1.4. Wer ein älteres Gerät hat, das aber iOS 12.1.4 unterstützt, kann sich trotzdem einwählen, jedoch nur als Audiogast.

Bewertung: Die einfachste Lösung, wenn alle Apple-Nutzer sind. Leichter geht es nicht.

Skype
Dies ist geradezu ein Klassiker unter den Videotelefonie-Diensten im Web. Bis zu 50 Personen können hier zu einem Gruppenanruf zusammengeschaltet werden. Voraussetzung ist die Skype-App auf dem iOS- oder Android-Smartphone oder entsprechenden Tablets – beziehungsweise die Vollversion auf PC oder Mac. Auch externe Nutzer ohne Skype können per Link eingeladen werden und erhalten dann Zugang über „Skype for Web“. Zur Nutzung von Skype auf Smartphone und PC braucht man ein Skype- oder Microsoft-Konto.

Bewertung: Praktisch für Kommunikation über Hersteller- und Gerätegrenzen. Konto notwendig.

WhatsApp
Bis zu acht Teilnehmer können sich über die App mit der grünen Sprechblase zusammenschalten. Dazu beginnt man einfach einen Anruf mit der ersten Person und fügt alle weiteren hinzu. Oder man wählt gleich alle gewünschten Kontakte aus und startet einen neuen Anruf. Das klappt mit Android- und iOS-Smartphones. Wer Android nutzt, braucht mindestens Version 4.1 des Betriebssystems.

Bewertung: Ist weit verbreitet und klappt mit iOS und Android. Aber die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Jitsi
Dieser kostenlose und quelloffene Dienst (bulgarisch für „Drähte“ oder „Leitungen“) setzt zu großen Teilen auf den offenen Standard WebRTC und ermöglicht verschlüsselte Kommunikation zwischen Teilnehmern. Anwender können das Programm über Smartphone-Apps für iOS und Android nutzen oder im Browser am PC. Jitsi lässt sich außerdem in die Kollaborationssoftware Slack integrieren. Die Funktionen: Textnachrichten, Bildschirm teilen und Videokonferenzen. Praktisch: Man braucht kein Nutzerkonto und kann Teilnehmer wie bei Skype einfach über einen Link einladen.

Bewertung: Praktisch und niedrigschwellig. Klappt über Geräte- und Herstellergrenzen hinweg.

Info Am besten hält man Videochats und Videokonferenzen im WLAN daheim ab. Dann sind die Anrufe mit den beschriebenen Apps und Diensten kostenlos. Zudem ist die Internetverbindung – eine entsprechende Anbindung vorausgesetzt – am stabilsten. Unterwegs zahlt man mit dem monatlichen Datenvolumen. Und diesbezüglich sind Videochat-Apps recht hungrig. Eine Minute Videochat benötigt zwischen 2,5 und 5 Megabyte Datenvolumen. Kleine Verträge sind da schnell am Limit. Damit alles gleich klappt, haben alle Teilnehmer am besten die aktuellste Version des entsprechenden Dienstes oder der App installiert. Wer Browser-Lösungen wie „Skype for Web“ oder Jitsi nutzt, braucht einen aktuellen Browser. Von dpa
        

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