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Home Sonderthemen Freizeit & Familie Vieles ist n Niedersachsen wieder erlaubt
16:47 26.06.2020
© ISTOCK.COM/VVMICH

Als die Restaurants in Niedersachsen nach dem Lockdown erstmals wieder öffnen durften, galten noch vergleichsweise strenge Regeln. Was ist im Moment eigentlich erlaubt, was nicht? Antworten liefert das Land Niedersachsen auf seiner Internetseite.

Demnach ist es seit dem 22. Juni wieder erlaubt, mit einer Gruppe von bis zu zehn Personen an einem Tisch zu sitzen, unabhängig vom jeweiligen Hausstand. Auch der bisherige Mindestabstand von zwei Metern zwischen allen Tischen wurde aufgehoben. Wichtig bleibt aber nach Angaben des Landes der persönliche Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen, die nicht zum eigenen Hausstand, dem eines weiteren Hausstandes oder zur gemeinsamen Zehnergruppe gehören.

Wichtig auch: Buffets sind weiterhin nicht zulässig – sofern es sich um Buffets zur Selbstbedienung handelt. Wenn jedoch eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des jeweiligen Restaurants hinter dem Buffet steht und die Speisen auflegt, ist dies inzwischen wieder erlaubt.

Was muss noch beachtet werden?

Um eine Ausbreitung des Corona-Virus zu vermeiden, müssen Maßnahmen zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie Hygienemaßnahmen getroffen werden. Außerdem müssen sowohl Personal als auch Gäste darauf achten, den Mindestabstand von 1,5 Metern zu Personen einzuhalten, soweit diese – wie oben schon beschrieben – nicht zum selben beziehungsweise einem weiteren Hausstand gehören, oder zur gemeinsamen Zehnergruppe. In Niedersachsen ebenfalls noch wichtig: Das Service-Personal ist verpflichtet, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Für Gäste besteht diese Verpflichtung hingegen nicht. Diese Regelung kann im Übrigen, wie auch alle anderen, von Bundesland zu Bundesland variieren.

Wer ein paar einfache Regeln beachtet, kann den gemeinsamen Besuch im Restaurant wieder unbeschwert genießen. FOTO: PIXABAY
Wer ein paar einfache Regeln beachtet, kann den gemeinsamen Besuch im Restaurant wieder unbeschwert genießen. FOTO: PIXABAY
Kulinarische Vielfalt bieten unzählige Restaurants der Region – jetzt auch wieder vor Ort. FOTO: PIXABAY
Kulinarische Vielfalt bieten unzählige Restaurants der Region – jetzt auch wieder vor Ort. FOTO: PIXABAY

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, muss die Betreiberin oder der Betreiber einer Gaststätte den Familiennamen, Vornamen, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer des Gastes sowie den Zeitpunkt des Betretens und des Verlassens der Gaststätte dokumentieren. Gehören mehrere Gäste demselben Hausstand an, genügt es, die Daten eines Gastes zu dokumentieren. Die Gaststätte muss die Daten drei Wochen aufbewahren; spätestens nach einem Monat sind sie zu löschen. Gäste dürfen übrigens nur bedient werden, wenn sie bereit sind, bei der Dokumentation mitzuwirken.

Aber warum sind eigentlich Buffets nicht erlaubt, sofern keine fertigen Tellergerichte von dort ausgegeben werden? Dazu heißt es auf der Internetseite des Landes: „Gäste dürfen nicht in Kontakt mit vorher angerichteten Speisen kommen, daher sind Buffets oder offene Salatinseln zur Selbstbedienung nicht gestattet. Offene Küchen sind generell nicht gestattet.“

Sicherheit hat Priorität

Ein paar dieser Regeln mögen relativ bürokratisch anmuten, allerdings sollten Restaurant-Fans nicht vergessen, dass Corona noch da ist – deshalb geht es stets darum, bestmöglichen Schutz für Gäste und auch für das Personal zu gewährleisten. Und wenn man als Gast weiß, dass dieser Schutz gegeben ist, lässt es sich doch gleich viel unbeschwerter genießen!
    


Kontaktlose Anlieferung, Zahlen auf Rechnung, die Vor-Ort-Abholung auf Bestellung ebenfalls kontaktlos – all diese Services bietet Tim Hübner von Timis Getränkehandel in Dramfeld an.

„Ich bin davon überzeugt, dass auch nach Corona noch viele auf den Lieferservice setzen werden“, sagt Hübner. Und er betont: „Ich bedanke mich bei allen, die uns in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Ich hoffe, dass alle gesund bleiben und die Situation gut überstehen.“

Wer sich die Google-Bewertungen des Getränkehandels anschaut, versteht schnell, warum die Kunden ihm die Treue halten: „Sehr guter Service, nett und unkompliziert“ heißt es da zum Beispiel, „alles okay vom Preis bis hin zum Service“ – oder auch einfach nur „Cooler Typ, der Tim“


„Endlich!!!“ Dieses Wort mit den drei Ausrufezeichen fällt sofort auf, wenn man die Internetseite des Restaurants Giordano aufruft. Aus ihm spricht die Erleichterung, dass Pietro Giordano und sein Team wieder für ihre Gäste da sein dürfen.

Giordano steht für „authentisch apulische“ Küche. Verwendet werden marktfrische Zutaten für die leckeren hausgemachten Speisen. „Apulien war seit jeher die Brücke zwischen Orient und Okzident. Dadurch zeichnet sich auch unsere Esskultur aus“, beschreibt der Inhaber. „Bei uns bekommen sie regionale apulische Hausmannskost“, macht Pietro Giordano einen Besuch im Lokal an der Bunsenstraße schmackhaft. Seit dem 15. Mai hat das Restaurant wieder geöffnet. Endlich!!!


Das Restaurant Mazzoni an der Hermann-Rein-Straße bietet nach dem Lockdown wieder das italienische Lebensgefühl – Dolce Vita in Göttingen.

„Zum Glück hat mein Restaurant eine gewisse Größe, und durch die Terrasse können wir weiteren Corona-Schutz gewährleisten“, sagt Patrizio Mazzoni. Mit den Hygiene- und Abstandsregeln komme er deshalb gut klar. „Den Corona-Lockdown zu verkraften, war für mich nicht einfach“, sagt Mazzoni. Er habe das Restaurant seit 24 Jahren – und hatte es noch nie schließen müssen. „Das war für mich zunächst ein großer Schock“, betont er. Nachdem dieser überstanden war, habe er sich zunächst auf das Außer-Haus-Geschäft konzentriert. Mazzoni: „Dank unserer Gäste haben wir diese Zeit gut überstanden.“


Das Restaurant Abessina in der Göttinger Innenstadt bietet ostafrikanische Spezialitäten an. Die Betreiber freuen sich, ihren Gästen endlich wieder eine „Auszeit vom Alltag“ ermöglichen zu können – wenn auch unter besonderen Bedingungen.

Während des Lockdowns hatten Eseyas Afeworki und die Mitarbeiter extra einen Abhol- und Lieferservice eingerichtet. „Abholer haben ein Djudju-Bier geschenkt bekommen“, so Afeworki. Das kleine Familienrestaurant konnte vor der Krise 48 Plätze anbieten, derzeit sind es immerhin wieder 38.

„Während des Lockdowns haben wir sehr viel Zuspruch von unseren Gästen bekommen, und dadurch haben wir die Motivation bekommen, den Lieferservice ins Leben zu rufen“, sagt Afeworki. Jetzt, wo das Restaurant wieder geöffnet ist, dürfen sich die Gäste wieder auf den herzlichen Service und die besondere Atmosphäre im Lokal freuen. „Die Gäste, de uns schon seit 2013 kennen, freuen sich, dass sie bei uns wieder ihre persönliche Auszeit vom Alltag nehmen können – und die Gäste, die uns noch nicht kennen, dürfen sich auf neue Geschmäcker, Eindrücke und natürlich auf eine herzliche Bewirtung freuen“, macht Afeworki neugierig.

Das Restaurant bietet seinen Gästen eine reichhaltige Auswahl an Vorspeisen (darunter gefüllte Teigtaschen, Humus-Gerichte, Salate) sowie vielfältige Hauptspeisen mit Hähnchen, Rind- oder Lammfleisch. Auch das vegane Angebot kann sich sehen lassen.

Besonders beliebt sind bei den Stammgästen die „gemischten Platten“, die es in verschiedenen Varianten gibt – auch vegan. Das bereits erwähnte „Djudju-Bier“ gilt ebenfalls als Spezialität; es ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen verfügbar (Mango, Banane, Passion, Palm Lager). Apropops Spezialiäten: Auf der Internetseite des Restaurants (abessina.com) finden sich interessante Infos über Injera, das typisch äthiopisch-eritreische Sauerteigbrot, das traditionell gemeinsam und mit der Hand gegessen wird. Auch die bekannte „Bun-Zeremonie“ wird hier erklärt. Lesenswert- und appetitanregend!
     

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