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01:05 20.02.2021
Eine Wurzelbehandlung ermöglicht es, Zähne zu erhalten. Mit einer Wurzelkanalbehandlung behandelt der Zahnarzt das Innere des Zahns. Ist der „Nerv“ durch Karies oder einen Unfall erkrankt, wird der Zahn aufgebohrt, um die Zahnwurzel zu behandeln und den Zahn zu retten. Foto: proDente e.V

Die Wurzelkanalbehandlung macht es möglich, auch einen bis in die Wurzel entzündeten Zahn zu retten. Die Behandlung des Wurzelkanals läuft in mehreren Schritten ab. Das Fachgebiet nennt sich Endodontie. 

Anzeichen für einen entzündeten Zahnnerv sind meist Beschwerden unter anderem auf warme oder kalte Reize. Sie können aber auch spontan und blitzartig sein. Ursache einer Entzündung des Nervs im Wurzelkanal ist meist eine tiefe Karies. Aber nicht nur bei einer Karies können Bakterien in den Wurzelkanal gelangen und eine Wurzelkanalbehandlung notwendig machen, sondern auch infolge eines abgebrochenen Zahns durch einen Unfall.
      

„Bleibt die Infektion des Wurzelkanals ohne Behandlung, kann es über die Wurzelspitze zu einer Entzündung des umliegenden Gewebes kommen“, erklärt Dr. Bijan Vahedi, Zahnarzt für Endodontie in Augsburg und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Endodontie (DGET). „Die klassische schmerzhafte ,dicke Backe‘ mit Eiteransammlung kann entstehen. Auch ein schmerzloses Absterben des Zahnnervs ist möglich“, so Vahedi. Die chronische Entzündung des Wurzelkanals kann letztendlich beim Patienten zu einer Belastung des ganzen Körpers führen. Mit einer Röntgenuntersuchung kann der Zahnarzt eine Entzündung der Zahnwurzel beim Patienten feststellen und prüfen, ob eine Wurzelbehandlung zu empfehlen ist.

So läuft die Wurzelbehandlung ab

Um einen Zahn zu erhalten, kann der Zahnarzt eine Wurzelkanalbehandlung durchführen. Die Behandlung verläuft in mehreren Schritten. Zur Vorbereitung bringt der Zahnarzt oftmals ein kleines elastisches Tuch um den Zahn an. Der sogenannte Kofferdam hält den Zahn während der Wurzelbehandlung frei von Speichel sowie Bakterien und erleichtert die Behandlung. Zu Beginn der Behandlung eröffnet der Zahnarzt den Zahn meist unter lokaler Betäubung. Bei der Wurzelkanalbehandlung entfernt er infiziertes Gewebe und Bakterien mit sehr dünnen, flexiblen Instrumenten. Zusätzlich spült der Zahnarzt den Wurzelkanal bei der Behandlung mit desinfizierenden Lösungen. Röntgenbilder kontrollieren den Verlauf und den Erfolg der Wurzelkanalbehandlung. Elektronische Wurzelkanallängenbestimmungen sind bei der Behandlung hilfreich.

Insgesamt können für die Wurzelkanalbehandlung mehrere Sitzungen notwendig sein. In der Zwischenzeit versorgt der Zahnarzt den Zahn mit einer desinfizierenden Einlage und verschließt den behandelten Zahn provisorisch.

Wichtig ist bei der Wurzelkanalbehandlung, möglichst alle Bakterien aus dem Kanal zu entfernen. Am Ende der Wurzelkanalbehandlung bekommt der Wurzelkanal eine Füllung. Diese besteht meist aus Guttapercha, einer gummiartigen Masse und einem speziellen dünnflüssigen Wurzelfüllmittel.

Füllung oder Krone stellt Zahn wieder her

Um den Zahn komplett wiederherzustellen und das erneute Eindringen von Bakterien zu verhindern, bekommt er abschließend eine endgültige Füllung. Oft wird der Zahn mit einer vom Zahntechniker individuell gefertigten Krone oder Teilkrone aus dem Dentallabor versorgt. Nach sechs bis zwölf Monaten zeigt eine Röntgenaufnahme, ob die Wurzelkanalbehandlung erfolgreich war. Sollte dies nicht der Fall sein, lohnt sich eine erneute Behandlung.

„Bei einer Wurzelbehandlung ist Millimeterarbeit gefragt. Der Zahnmedizin stehen heutzutage hocheffiziente Techniken und Hilfsmittel zur Verfügung“, verdeutlicht Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente e.V. „Unser Magazin Endodontie liefert Patienten viel Wissenswertes rund um die Wurzelbehandlung.“

Patienten können das Magazin „Wurzelbehandlung“ bei proDente unter der Telefonnummer 01805 / 55 22 55 oder auf www.prodente.de unter „Infomaterial für Patienten“ kostenfrei erhalten.
   

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