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08:12 14.02.2019
Nur fünf Kilogramm schwer: Ax-lightness-Geschäftsführer Bernd Nolte mit Benobike. Foto: HArtwig

Von Michael Caspar    

Ax-lightness, Cinogy und Technogel, die Brauerei Heimatliebe und Matrazzo gehören zu den Startups, an denen Hans Georg Näder beteiligt ist.

Auf die Entwicklung und Fertigung plasmabasierter Medizinprodukte hat sich die Cinogy GmbH spezialisiert, die an der Max-Näder-Straße 15 in Duderstadt ihren Sitz hat. Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, einem von Prof. Wolfgang Viöl 2006 initiierten Spinoff der Göttinger Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, ist Dirk Wandke, Hauptgesellschafter Näder.

Cinogys PlasmaDerm-Geräte

Die Cinogy-Geräte, die unter dem Markennamen PlasmaDerm vertrieben werden, nutzen sogenanntes kaltes Plasma. Es entsteht, wenn die Elektronen eines Atoms auf 25 000 Grad Celsius erhitzt werden und sich vom Atomkern lösen. Das kalte Plasma tötet Keime ab und stimuliert die Durchblutung der Haut. Sie wird dadurch besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Anwendung finden die Geräte unter anderem bei schlecht heilenden Wunden, Geschwüren und dem diabetischen Fußsyndrom.

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ax-lightness composites

Beteiligt ist Näder an der ax-lightness composites. Der geschäftsführende Gesellschafter, Bernd Nolte, hat das Unternehmen 2015 übernommen. Der damals im fränkischen Creußen ansässige Betrieb war in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht. Radrennsportler Nolte führte seinerzeit die Gieboldehäuser Firma Benobikes, die Fahrräder aus Carbon vertrieb. Er hatte schon lange davon geträumt, die nötigen Carbonteile für seine Eigenmarken selbst zu fertigen.

Neubau am Breiten Anger 1 in Duderstadt

Neben den Fahrrädern fertigt axlightness Carbon-Produkte für die Sport- und Freizeitindustrie und Carbon-Leichtbauteile für die Automobilindustrie und den Motorsport an. Im November 2018 hat das Unternehmen neue Räume bezogen, die es für mehr als fünf Millionen Euro am Breiten Anger 1 in Duderstadt errichtete. Dort gibt es neben der Fertigung auch einen Benobikes-Werksverkauf. Die Standorte in Creußen und Gieboldehausen gab Nolte auf. Das Unternehmen will bis Ende 2019 die Zahl der Mitarbeiter auf 80 bis 100 Personen aufstocken.

Technogel

Anwendungsfelder für ein Gel aus dem Kunststoff Polyurethan erschließt die 1998 gegründete Firma TechnoGel, die Familie Näder gehört. Das weiche Gel, das immer wieder seine Ausgangsform annimmt, wird unter anderem in Linern eingesetzt, die Prothesenträger über dem Stumpf tragen. Es lässt sich zu Knieschonern in Berufsbekleidung, etwa für Fliesenleger, verarbeiten. Das Geld verbessert die Haptik von Griffen. Im thüringischen, nahe bei Duderstadt gelegenen Berlingerode beschäftigt die Firma heute 70 von insgesamt 160 Mitarbeitern. Die übrigen Beschäftigten sind im italienischen Werk in Pozzoleone sowie im Vertriebsbüro im amerikanischen Pittsburgh tätig. Das Unternehmen, das von Jürgen Heid und Hans-Hermann Dreyling geführt wird, erwirtschaftet 30 Milllionen Euro Umsatz.

Matrazzo

Näder gehört die 2015 gegründete Firma Matrazzo, ein Ableger der 1953 gegründeten Otto Bock Kunststoff GmbH. Das Schaumstoffunternehmen, das 2017 an die Schweizer Conzetta-Gruppe verkauft worden ist, war zuvor reiner Zulieferer für namhafte Matratzen-Hersteller. Die Firma Matrazzo, die von Stefan Hirsch und Sven Rudolf-Töpfer geführt wird, verfügt an der Charlottenburger Straße 7 über einen Fabrikverkauf. Die Matratzen sind zudem übers Internet erhältlich.

Duderstädter Braumanufaktur

Mit ein paar kräftigen Schlägen auf den Zapfhahn hat Näder im November 2013 das erste Fass Bier der neuen Marke Heimatliebe angestochen. Die Brauerei schuf er im verzweigten Gewölbekeller unter dem Hotel Zum Löwen. Geschäftsführer von Näders Duderstädter Brauereimanufaktur sind Gabriel Ballüer und Dimitri Root. Braumeister Ballüer hat bei Veltins gelernt und in München Brautechnologie studiert. Nach dem Studium kehrte er in das heimatliche Eichsfeld zurück. Die Manufaktur knüft an eine alte Tradition an. Duderstadt bekam 1434 das Braurecht verliehen. Zeitweise gab es mehr als 350 Brauereien in der Stadt. Die Manufaktur kann bis zu 3000 Liter Bier pro Woche brauen.

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