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Home Sonderthemen Freizeit & Familie Fleischerhandwerk setzt auf Qualität
15:51 17.07.2020
Mehr Wertschätzung für Fleisch – im Fleischerhandwerk. FOTO: DFV

Das Fleischerhandwerk verfolgt mit Sorge die Entwicklung, die sich aus den vermehrten Corona-Infektionen bei Mitarbeitern großer Unternehmen der Fleischindustrie ergeben hat. Herbert Dohrmann, Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands (DFV), der rund 11.000 Handwerksfleischereien vertritt, betont: „Von den betroffenen Unternehmen ist zu fordern, dass sie ihrer Verantwortung in jedem Fall gerecht werden und sie nicht an andere abgeben.“  

Der DFV verweist darauf, dass im Handwerk grundsätzlich anders gearbeitet werde als in vielen Industriebetrieben. Die meisten Fleischereien haben zwischen 10 und 25 Mitarbeiter. Diese Menschen seien hochqualifiziert und arbeiten in festen, langjährigen Angestelltenverhältnissen. Dohrmann: „Das ist der Grund dafür, weswegen wir mit einem gewissen Stolz von Familienunternehmen sprechen.“ Werkverträge und Arbeitnehmerüberlassung kommen im Fleischerhandwerk praktisch nicht vor.  

Das Handwerk beklagt seit langem den ständigen Drang nach dem „Immer-Billiger“ und „Immer-Mehr“. Es ist deshalb sehr zu begrüßen, dass die aktuellen Vorgänge dazu geführt haben, sehr ernsthaft über mehr Wertschätzung für Fleisch zu sprechen. Dohrmann: „In der Politik wird nun die Forderung nach der Schaffung von regionalen Vermarktungsstrukturen laut. Diese regionalen Kreisläufe gibt es seit langer Zeit, sie geraten aber immer mehr unter Druck, nicht zuletzt durch politisches Handeln.“

Es gehöre zum Grundproblem, dass diese regional gewachsenen, funktionierenden Strukturen oft nicht ausreichend wahrgenommen werden. Es müsse auf breiter Front verstanden werden, dass es große Unterschiede sowohl in der Landwirtschaft als auch bei Lebensmittel verarbeitenden Betrieben gibt. Dohrmann: „Das Traurige ist, dass das politische Handeln nicht mit den Bekenntnissen der Politiker zusammenpasst.“ Es gebe eine ganze Reihe von Gesetzen, die die Kleinen klar benachteiligen. Als Beispiele nannte der Verband Kontroll- oder Entsorgungsgebühren, die für Handwerksunternehmen ein Vielfaches dessen betragen, was Industriegiganten zahlen. Dohrmann: „Das ist kein Naturgesetz, sondern politisch gemacht. Wer die regionalen Strukturen auf diese Weise schwächt, der darf sich nicht beklagen, wenn am Ende nur die Großen übrigbleiben.“ Der Deutsche Fleischer-Verband fordert deswegen die Beseitigung von Benachteiligungen und faire Rahmenbedingungen.

Das Fleischerhandwerk stehe für einen hohen Anspruch hinsichtlich der Qualität des Fleischers und der hochwertigen handwerklichen Verarbeitung. Deshalb seien die Produkte hier auch teurer als anderswo. Billigfleisch werde man im Handwerk nicht finden, was nicht nur an der Arbeitsweise und den fairen Entgelten an die Belegschaft liege. Auch den Partnern aus der Landwirtschaft zahle das Handwerk angemessene und auskömmliche Preise.

Den Verbraucher für Fehlentwicklungen mitverantwortlich zu machen, davon hält Dohrmann nichts: „Der Verbraucher wird kritischer, und das ist gut so. Wir müssen ihn in dieser Einstellung bestärken.“ Je besser die Kunden informiert seien desto mehr trete der Preis hinter den Qualitätsanspruch zurück. „Unser Alleinstellungsmerkmal ist, dass man uns fragen kann. Eine Plastikverpackung im Supermarkt gibt keine Auskunft, wir in unseren Fachgeschäften schon.“ Ziel sei es, zu verdeutlichen, dass es eine echte Wahl gibt: „Jeder Verbraucher kann für sich entscheiden, was ihm wichtiger ist, der billigste Preis oder der Mehrwert, der auch mehr kostet.“ r

Schon seit 1996 betreiben Konstanze und Andreas Borchardt ihren Bauernladen mit eigenem Bauernhof.

Hier packt noch die ganze Familie mit an, um bestmögliche Qualität zu bieten. Besonderen Wert legen die Borchardts dabei auf das Wohlbefinden ihrer Tiere. Schweine, Hühner und Co.: alle bekommen die bestmögliche Behandlung. Auch bei der Verarbeitung der Tiere in der eigenen Fleischerei ist die Familie besonders sorgfältig. Alle Produkte wie ihre vielfältigen Pasteten werden nur mit natürlichen Gewürzen verfeinert. Wenn Sie sich auch von der Qualität der Produkte von Borchardts Bauernladen überzeugen wollen, schauen Sie doch auf der Internetseite www.borchardtsbauernladen.de, dem Wochenmarkt in Duderstadt oder direkt im Hofladen vorbei.


Seit 35 Jahren setzt die Fleischerei Wucherpfennig auf regionale Produktion – das kommt bei den Kunden bestens an.

Dazu werden nur Tiere aus einem Umkreis von maximal 20 Kilometern im eigenen Hause geschlachtet. Elf Mitarbeiter arbeiten mit „Herz und Hand“ stetig daran, den Gaumen ihrer Kunden zu erfreuen. Besonders empfehlenswert ist die reichhaltige Auswahl an frischem Mett: von Eichsfelder Mettwurst bis Kälberblasenmett ist für jeden etwas dabei! Dazu bietet die Fleischerei für alle Feinschmecker noch bis zum 18. Juli einen Rabatt von zehn Prozent auf viele Produkte. Besonders Hungrige können gleich vor Ort eine erlesene Auswahl an warmen Köstlichkeiten genießen oder den Party-Service der Fleischerei nutzen. Infos: www.fleischerei-wucherpfennig.de/fleischerei/filialen-und-oeffnungszeiten.


Schon seit 1969 steht das Fleischerfachgeschäft Proffen in Grone für die Warmverarbeitung von Frischfleisch aus der Region.

„Seit dieser Zeit haben wir uns mit anfänglich vier Mitarbeitern vom reinen Handwerksbetrieb der Wurst- und Fleischherstellung zu einem Dienstleister von Fleisch und Wurstwaren, der Feinkost und des Caterings mit 25 Mitarbeitern entwickelt“, so steht es auf der Internetseite des Traditionsbetriebes. Dort kann auch das Motto des Unternehmens nachgelesen werden, das genau auf den Punkt bringt, wofür Proffen steht:„Warmverarbeitung ist unsere Besonderheit, Regionalität, Frische und Vielfalt unsere Stärke, Wurst machen unsere Leidenschaft!“ Wurst, Schinken und hausgemachte Fertiggerichte in Dosen lassen sich auch telefonisch oder auf fleischerei-proffen.de ordern. Guten Appetit!


Im hofeigenen Laden der Familie Kreis steht ein reichhaltiges Angebot von Wurstwaren bereit.

Ob Mettwurst, Leberwurst oder Lachsschinken: Die Wurst wird bei Familie Kreis noch von Hand hergestellt. Die Schweine dafür halten Otmar und Olga Kreis mit viel Liebe selbst auf dem eigenen Bauernhof. Damit es den Tieren gutgeht, haben die Schweine immer frisches Stroh zur Verfügung. Die hohe Qualität der hauseigenen Wurst wird durch die kurzen Transportwege der Tiere von nur wenigen Kilometern sichergestellt.

Darüber hinaus hat der Hofladen dank der Zusammenarbeit mit starken lokalen Partnern viele weitere Köstlichkeiten zu bieten: von Kartoffeln über Eier bis hin zu Nudeln. Den Hofladen finden Sie an der Hauptstraße 32 in Rollshausen.


Börner-Eisenacher steht für beste Qualität in der Region. Seit 136 Jahren arbeitet das traditionsreiche Familienunternehmen mit größter Sorgfalt an der Produktion erlesener Wurstwaren.

Börner-Eisenacher ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung auch in Corona-Zeiten absolut bewusst. Aus diesem Grund hat das Unternehmen sein bisher bestehendes Hygienekonzept deutlich ausgeweitet und verfeinert, um eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Dazu wurden alle rund 150 Mitarbeiter speziell geschult und bekamen Schutzkleidung ausgehändigt. Zusätzlich wurden unterschiedliche Arbeits- und Pausenzeiten für die Mitarbeiter eingeführt, um mögliche Kontakte zu minimieren. Übrigens: In der arbeitsintensiven Phase des Lockdowns hat sich die Geschäftsführung etwas Besonderes für die eigene Belegschaft ausgedacht – und die Mitarbeiter mit Überraschungs-Dankeschön-Paketen in ein Wochenende verabschiedet. Berühmt ist das Unternehmen für die original Göttinger Stracke, die bereits seit zwölf Jahren das europäische Herkunftssiegel trägt. Aber nicht nur die Göttinger Stracke ist eine Gaumenfreude: Gerade in der Grillsaison bieten sich die köstlich-deftigen Grillspezialitäten von Börner-Eisenacher an. Von der liebevoll handgelegten Rostbratwurst bis zur Bacon-Käse-Krakauer ist für jeden Grillliebhaber etwas dabei.

Auch Bio-Freunde kommen beim umfangreichen Bio-Sortiment voll auf ihre Kosten. Schon heute macht Bio-Fleisch mehr als 60 Prozent des Unternehmensumsatzes aus. Wenn Sie Appetit auf mehr bekommen haben, kommen Sie zum betriebseigenen Wursthaus an der Robert-Bosch-Breite. Die hochwertigen und stets frischen Produkte gibt es außerdem bei führenden Lebensmittelgeschäften in der Region – und weit darüber hinaus. Tipp: Im Wursthaus gibt es außerdem eine große Auswahl an leckeren Brotaufstrichen aus eigener Herstellung.
      

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