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Home Sonderthemen Bauen & Wohnen Fitnesskur für den sonnengestressten Rasen
12:11 17.08.2018
Bei starker Hitze benötigt Rasen eine Extraportion an Pflege. FOTO: R

Derzeit ist die dominierende Farbe rund ums Haus oftmals nicht mehr Grün, sondern eine Mischung aus Strohgelb und Braun. Damit sich die geschwächten Graspflanzen noch in diesem Jahr einigermaßen von dem Stress und den Trockenschäden erholen, sollten Gartenbesitzer jetzt aktiv werden.

Die Wasserversorgung ist wichtig

Die meisten Rasenflächen überstehen auch Trockenperioden relativ gut, damit sie im Spätsommer wieder sattgrün leuchten, müssen sie natürlich ausgiebig mit Wasser versorgt werden. Anders als viele Gartenbesitzer glauben, ist eine tägliche Bewässerung aber nicht notwendig. Besser ist es, ein bis zwei Mal in der Woche intensiv zu sprengen. So erreicht das Nass auch die tieferen Bodenschichten und die Wurzeln der Gräser wachsen weiter hinunter. Langfristig macht eine solche Verwurzelung die Pflanzen weniger anfällig gegen Trockenheit. Damit das Wasser nicht zu schnell versickert, wird es möglichst langsam ausgebracht. Rasensprenger und Beregnungsanlagen lässt man daher länger an einer Stelle laufen und wechselt nicht so häufig den Standort. Zehn bis 25 Liter je Quadratmeter sollte man dem Rasen pro Bewässerung gönnen – lehmiger Boden benötigt weniger, sandiger etwas mehr. Wer die Menge genau kontrollieren möchte, kann einen Blick auf die Wasseruhr werfen oder sich einen Regenmesser zulegen. Noch simpler geht es mit einem einfachen Glas: Vor dem Beregnen stellt man das leere Gefäß auf den Rasen, sobald es ein bis zwei Zentimeter hoch mit Flüssigkeit gefüllt ist, ist die Fläche ausreichend versorgt. Die beste Zeit für das Bewässern sind die frühen Morgenstunden. Dann nehmen die Graswurzeln die Feuchtigkeit gut auf und die Verdunstung ist vergleichsweise gering. Hobbygärtner, die morgens nur schwer aus dem Bett kommen, investieren am besten ein paar Euro in eine Zeitschaltuhr für ihre Sprinkleranlage.

Nachsaat unumgänglich

FOTO: JANINA DIERKS - FOTOLIA
FOTO: JANINA DIERKS - FOTOLIA

Falls die Trockenschäden in der Rasenfläche so groß sein sollten, dass auch nach zwei bis drei Wochen bei intensiver Beregnung nur wenige neue Gräser austreiben, ist eine Nachsaat unumgänglich. Denn schließt man die Lücken in der Grasnarbe nicht zügig, breiten sich Unkräuter relativ rasch aus. Im Herbst sollte die Ausbesserung solcher Schadstellen vorgenommen werden, da der Boden noch warm ist, die Sonne die Erde aber nicht mehr so stark austrocknet.

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