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Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen

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13:54 15.04.2021

Nach drei Jahren als Pastor der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Lindau-Bilshausen hat sich Sebastian Habeck am Ostermontag in einem Gottesdienst von den Eichsfeldern verabschiedet.

„Ich wünsche mir, dass der frische Wind weiter weht“, betont Habeck. Nach drei Jahren verlässt er nun mit seiner Familie die Eichsfeld-Gemeinden Katlenburg-Lindau und Bilshausen in Richtung Weiler zum Stein in Baden-Württemberg.


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Da wird Habeck ebenfalls für zwei Gemeinden zuständig sein. „Dort kann ich wohl gut von meinen Erfahrungen hier profitieren“, so der Pastor. Zu den Gründen für seinen Weggang sagt Habeck: „Für unseren Weggang sprachen viele verschiedene Gründe. Wir haben eine Stelle gesucht, die zu uns als Familie insgesamt passt. Und da war in Lindau das Matching nicht so gut, dass wir bleiben wollten.“

Gleichwohl blickt Habeck auf einiges zurück, was trotz seiner zunächst halben und zuletzt dreiviertel Stelle möglich war. Vor allem habe er versucht, für jüngere Gemeindeglieder Angebote zu erweitern: „Es ist viel gewachsen. Drei Jahre sind eine kurze Zeit, um zwei Gemeinden und fünf Dörfer kennenzulernen. Ich konnte miterleben, wie sich die Gemeinden immer weiter modernisiert haben. Von der Umstellung des Gemeindebriefes auf Farbdruck über die Anschaffung eines Beamers bis zur Ausstattung der Gemeinden mit Videotechnik“, resümiert der Pastor. Geprägt hätten ihn in der Zeit im Eichsfeld auch viele Diskussionen über die Chancen und Aufgaben der Kirche. Habeck: „Und ich glaube, es hat sich manches Gute bewährt, was uns auch nach Corona noch zum Segen wird. Ein bisschen fühle ich mich an die Erfindung der Druckerpresse erinnert. Martin Luther hat diese genutzt, um seine Ideen zu verbreiten und den Menschen von Gott zu erzählen. Die Chancen des Internets und guter Technik scheinen mir hier erstaunlich ähnlich zu sein. Es war sehr schön, das mitzuerleben.“


Beide Kirchenvorstände hätten den Mut gezeigt, „für technische Hilfsmittel Geld zu mobilisieren und so dafür zu sorgen, dass Wort und Musik bei Jung und Alt gut Gehör finden. Das hat mich sehr gefreut“, so Habeck. Über Kirche in Corona-Zeiten sagt er: „Es ist gelungen, aus der Not eine Tugend zu machen. Gottesdienste wurden draußen gefeiert oder ins Internet übertragen. Wir haben neue Dinge ausprobiert und ich glaube damit auch eine enorme Modernisierung betrieben.“ Den beiden Gemeinden wünscht der scheidende Pastor, „dass sie sich anstecken lassen. Ich habe erlebt, dass sich viele über frischen Wind freuen. Ich wünsche den Gemeinden, dass dieser frische Wind weiter weht.“

Die Vakanzvertretung für die Pastorenstelle wird zunächst in die Hände von Pastor Hillard Heimann, Pastor Till Engelmann und Diakon David Scherger gelegt. be


Bilshausen

Die Planung für den barrierefreien Platz der Generationen in Bilshausen nimmt Gestalt an. Laut Bürgermeister Matthias Diederich (CDU) seien nur noch wenige Schritte bis zur Umsetzung notwendig. „Wir haben noch etwas Zeit“, ließ Diederich den Gemeinderat zuletzt wissen. Er berichtete von den bisherigen Treffen des Arbeitskreises – und von einem Gestattungsvertrag zwischen der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde. Dieser sei Voraussetzung dafür, dass die Gemeinde auf kirchlichem Gelände überhaupt aktiv werden kann. Das Vertragswerk soll auch regeln, wer künftig welche Zuständigkeiten hat.

Der Wunsch nach einer Umgestaltung des Kirchumfeldes ist schon vor Jahren diskutiert worden, erinnerte Diederich. Bereits 2017 gab es das erste Arbeitskreistreffen. Zuletzt seien zusammen mit dem Landschaftsplanungsbüro die Ideen des Arbeitskreises aufgegriffen und in einem überarbeiteten Planentwurf festgehalten worden. Das grobe Konzept steht schon länger fest. „Jetzt geht es um die Details“, so Diederich.

Das Gebiet, das umgestaltet werden soll, ist in drei Bereiche gegliedert. Östlich der Kirche soll ein das Ehrenmal hergerichtet werden und damit besser zur Geltung kommen.

Unter anderem soll die marode Einfassung entfernt und ein neues Podest erstellt werden. Unter anderem durch das Anlegen einer ebenen Terrasse soll das erhebliche Gefälle am Kirchvorplatz ausgeglichen werden. Gegenüber des Kircheneingangs ist ein barrierefreier Zugang zur Gemeindebücherei vorgesehen. Das vorhandene Brunnenbecken wird abgerissen und durch ein Wasserspiel ersetzt. Dazu soll ein bespielbarer Wasserlauf mit Pumpe und Pflanzflächen in Kombination mit Natursteinen angelegt werden. Zwei Wipptiere sowie eine Sitzgruppe mit Tisch sollen diesen Bereich westlich der Kirche an der Ritterstraße komplettieren. Schließlich soll im südlichen Bereich des Geländes eine multifunktionale Aufenthaltsfläche angelegt werden. Unter anderem soll es hier einen Bouleplatz und eine Sitzgelegenheit geben. Auch zwei Vital-Geräte sollen hier aufgebaut werden. be