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Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen

Themenwelten
09:31 05.10.2021
FOTO: OTTOBOCK

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

Sie kennen das sicher auch. Vor einem runden Geburtstag fragt jeder: Bist Du aufgeregt? Wie möchtest Du den Tag verbringen? Feierst Du groß? Das war bei mir nicht anders in den Wochen vor meinem 60. Geburstag. Wenn der Tag dann gekommen ist, gibt es viele Gratulationen - und dafür möchte ich mich herzlich bedanken.

ottobock.

Danke sagen ist überhaupt mein Thema. Nicht nur, weil 60 ein gutes Alter ist, auf das zurückzublicken, was man erlebt hat. Auch, weil noch so vieles kommen wird. Das kann ich jetzt sagen, weil viele Ideen gesponnen und viele Wege bereitet sind.

Danke sagen - und es erfüllt mein ganzes Herz mit Dankbarkeit - für all das, was ich in den vergangenen 60 Jahren erlebt habe: Mit meiner tollen Familie, dem Ottobock-Cosmos, mit Stakeholdern, Freunden, Bekannten - und manchmal mit Menschen, die ich bis dahin gar nicht kannte.

Auf meinen vielen Reisen around the globe habe ich viele Kulturen, Länder und Menschen bei und um Ottobock kennenlernen dürfen – I miss you all – und hoffe, Covid erlaubt uns bald wieder, die Welt zu bereisen.

Ich durfte gestalten und disruptiv verändern, in allen möglichen Bereichen. Das erlebe ich als großes Privileg. So wie ich es immer als Privileg genossen habe, andere daran teilhaben zu lassen. So wie jetzt, wenn der Teich an der Talwiese eröffnet wird und damit ein weiteres Stück Futuring Duderstadt erreicht ist. Zu sehen, wie sich Duderstädter und Gäste der Stadt daran erfreuen, lässt mein Herz aufgehen. Und ich hoffe, dass Corona es zulässt, 2022 auf der Talwiese das Schützenfest zu feiern. Dann als Ottobock-Familientag mit HGN-Party. Happy we are, dass wir bis jetzt gemeinsam diese globale Krise gut gemanaged haben – fingers crossed, dass wir im kommenden Jahr wieder alle gemeinsam feiern können.

Die Krise der Pandemie bekommen wir in den Griff, wenn sich alle impfen lassen. Davon bin ich überzeugt. Dann ist auch der Blick wieder offener für die großen Zukunftsfragen, mit denen wir es eigentlich zu tun haben: Der Klimawandel ist real und spürbar, nur mit Verhaltensänderungen und großen, bahnbrechenden Erfindungen lassen sich die tipping points anhalten. Es muss nicht jeder in der Lage sein, eine große Erfindung zu erdenken, die das Problem verringert. Aber es kann jeder ein bisschen dazu beitragen, dass wir diese tolle Welt in einem vernünftigen Zustand an die nachfolgenden Generationen übergeben können. Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Jüngeren. Viele haben schon verstanden, worum es geht.

Jeder von uns ist in der Lage, Zukunft zu gestalten. Mit 60 darf man sowas sagen, glaube ich. Ich selbst - das wissen Sie - tue das schon mein Leben lang mit großer Leidenschaft. Als Innovationentreiber im Leadership von Ottobock oder als Hardcore-Eichsfelder mit Visionen für unsere Heimat: Mit Ideen für die Zukunft habe ich einiges angestoßen und vieles bewegen dürfen.

Heute sind voll in den Vorbereitungen für den möglichen Ottobock-Börsengang ab 2022 – ein wichtiger, spannender Meilenstein, ein waypoint in unserer Familie und Firmengeschichte. Der Gang an den Kapitalmarkt ist mein seit vielen Jahren erklärtes Ziel.

Mut, Vertrauen, extrem hohe Verlässlichkeit, Humor, Kreativität, Neugierde und Drang für Futuring sind meine DNA und Triebfeder. Die humanisischen Werte, die mir meine Eltern vermittelt haben, meine Basis. All das hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Und auch dafür bin ich dankbar.

Lassen Sie uns auf den kommenden Seiten gemeinsam eine kleine Reise zu Momentaufnahmen aus den vergangenen 60 Jahren unternehmen, in Erinnerungen schwelgen, neue Ideen spinnen und Inspiration gewinnen.

Ihr Hans Georg Näder, Euer HGN


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Wer Hans Georg Näder persönlich erlebt, erfährt, wie gern er anderen eine Freude macht, egal, wie klein oder groß der Wunsch ist: Steht im Eichsfeld ein Sportfest an, steuert er Getränke bei, gibt es in Schulen Probleme, Luftfilter anzuschaffen, leistet er unbürokratisch Hilfe. Zuletzt unterstützte er Menschen im Ahrtal, die nach der Flutkatastrophe teilweise vor dem Nichts standen und rasch finanzielle Hilfe brauchten sehr großzügig.

Wie diese – und zahlreiche Hilfsprojekte in der ganzen Welt – zeigen, beschränkt sich Näders Engagement nicht darauf, seine Familie zu unterstützen und seinen Betrieb voranzubringen. Er gibt Menschen, die Hilfe nötig haben. Zugleich liegt der Lebensfokus HGNs wohl auf der Familie sowie dem Unternehmen – in welcher Reihenfolge auch immer. Beides ist eng miteinander verwoben, beides liegt ihm extrem am Herzen.

Erleben, gestalten, verändern – diese Schlagworte nennt Näder und beschreibt damit auch sich selbst: Er ist ein Genussmensch, der gern unter Menschen ist - zusammen mit Familie und Freunden oder auch im großen Kreis bei Veranstaltungen. Er ist zudem ein Chef, dem daran gelegen ist, in jedem Tun die Zukunft im Blick zu haben - die des Unternehmens und damit die der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit seinen Zukunftsvisionen sorgt er dabei nicht selten für Irritationen, manchmal erweckt er gar den Eindruck eines Architekten von Wolkenkuckucksheimen. Und dann schreitet die Zeit voran und es stellt sich heraus: Die Idee war gut. Sie war nur so früh, dass sie noch nicht verstanden wurde.

Veränderungen anzustoßen und umzusetzen ist wohl das, was HGN am liebsten tut und seine größte Gabe zugleich – so jedenfalls wirkt es aus der Ferne. Dabei vergisst er nie seine Wurzeln.

Ein 60. Geburtstag in diesem Jahr und die Umsetzung weiterer Projekte sind Anlass genug, den Status Quo zu betrachten, einen Blick zurück und einen nach vorn zu werfen. Ihr Frerk Schenker,

Chefredakteur Eichsfelder und Göttinger Tageblatt 
 

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