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Themenwelten
06:22 18.11.2021
Der Inklusive Campus auf dem Gelände der ehemaligen Pestalozzischule bietet eine inklusive Bildungsstruktur mit Modellcharakter. Frühkindliche, schulische und familiäre Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote werden an einem Ort für alle Menschen angeboten. FOTO: NIKLAS RICHTER / CARITAS SÜDNIEDERSACHSEN

Kinder und Mitarbeitende im Inklusiven Campus Duderstadt jubelten mit bunten Tüchern, die sie in die Luft warfen. „Ich freue mich wahnsinnig, ich bin stolz auf das Team im Inklusiven Campus“, so Duderstadts Bürgermeister Thorsten Feike. „Ihr seid unsere Zukunft“, sagte er zu den Kindern der KiTa für Alle und gratulierte allen zum Gewinn des Inklusionspreises 2021 des Landkreises Göttingen. Mit dem Sonderpreis „Integration und Soziales“ werde nicht das Konzept allein ausgezeichnet, „sondern es sind die Menschen, die es leben“, betonte der Bürgermeister. Inklusion müsse zur Normalität werden. 
    

Moritz Heller und Isabel Lubojanski vom Campus-Leitungsteam hatten gemeinsam mit Caritas-Vorstandssprecher Ralf Regenhardt die Auszeichnung entgegengenommen. Der wurde von der Sparkasse Göttingen gestiftet und ist mit 3.000 Euro dotiert.

Das Konzept zum Inklusiven Campus funktioniere, erklärte Feike. Das beweise der Campus jeden Tag. Neue Ideen wie etwa das Homeschooling-Projekt seien hinzugekommen. „Bislang ist alles, was hier neu versucht wurde, von Erfolg gekrönt“, lobte der Bürgermeister. 
 


„Die Kinder bauen die Barrieren selbst ab“, beschrieb Caritas-Vorstand Holger Gatzenmeyer seine Beobachtungen. Beispielsweise müssten die Eltern mit, wenn sich kleine Kinder miteinander verabreden: „So wird Inklusion zu etwas völlig Normalem.“

Die Caritas Südniedersachsen sehe den Gewinn des Innovationspreises als Anreiz zur weiteren Entwicklung. „Duderstadt sollte eine Modellstadt für Inklusion werden“, schlägt Caritas-Vorstandssprecher Ralf Regenhardt vor. Das könne „im besten Miteinander mit der Lebenshilfe Eichsfeld, den Harz-Weser-Werken und den vielen weiteren engagierten Akteuren im Sozialraum“ gelingen. Gemeinsam müsse der Inklusionsgedanke für Duderstadt und die gesamte Region gefördert werden, betonte Regenhardt. 
   


Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Feike und verwies auf die mittlerweile engere Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung im Rathaus und den Harz-Weser-Werken. So würden Menschen mit Beeinträchtigung verbesserte Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten.

Integration und Inklusion müssten dauerhaft in der Gesellschaft verankert und gelebt werden, waren sich alle einig. Regenhardt kündigte an, dass es im Inklusiven Campus einen „Werkstatttag“ geben werde. Für den 9. Juli 2022 sei die Veranstaltung als Teil des Godehardjahres im Bistum Hildesheim geplant. Inklusion solle dann durch Mitmach-Aktionen und Fachvorträge erlebbar werden. Zur Vorbereitung gebe es bereits eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Duderstadt, der Vinzenz-von-Paul-Schule und weiteren Einrichtungen und Gruppen.

Weitere Infos zum Inklusiven Campus Duderstadt gibt es auf www.sei-dabei-mach-mit.de im Internet. caritas/star 
 

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