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Themenwelten
12:03 12.03.2021
An solchen virtuellen Messeständen können sich Unternehmen und Institutionen präsentieren. GRAFIK: MADSACK MEDIEN CAMPUS

Göttingen. Mit einer digitalen Berufsorientierungsmesse (BOM) bringen das Göttinger Tageblatt und das Internetportal jobsfuerniedersachsen.de vom 15. bis 21. März junge Menschen und potenzielle Ausbildungsbetriebe zusammen.

Junge Leute, die auf der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle sind oder sich beruflich zunächst einmal orientieren wollen, konnten in den vergangenen Jahren unter anderem die verschiedenen Job- und Ausbildungsmessen nutzen, um mit potenziellen Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben in Kontakt zu kommen. Doch die Corona-Pandemie führt in diesem Jahr noch zu vielen Absagen von Veranstaltungen aller Art – auch die Events zur beruflichen Orientierung sind davon betroffen. Deshalb bietet das Göttinger Tageblatt in Kooperation mit dem Internetportal http://jobsfuerniedersachsen.de jetzt eine Alternative an: Mit der digitalen Berufsorientierungsmesse vom 15. bis 21. März bringt das Tageblatt junge Menschen virtuell mit den Unternehmen zusammen.

Interaktive Messestände

Geplant sind unter anderem zahlreiche interaktive Messestände und Live-Chats. Mit der Sparkasse Göttingen, der GWG, der EAM und dem Landkreis Göttingen sind vier große Player aus Stadt und Region als prominente Unterstützer mit dabei. Insgesamt werden rund 40 Aussteller aus verschiedenen Branchen erwartet – etwa aus den Bereichen Logistik, Gesundheit, Gastronomie, Handwerk, IT oder öffentlicher Dienst. Auch Bildungs- und soziale Einrichtungen präsentieren sich auf der BOM.

Wie eine echte Messe

Die digitale Messe soll dabei einer echten Messe nachempfunden werden – mit Eingangsbereich, Foyer und natürlich den Ständen der Aussteller. Jeder virtuelle Messestand bekommt individuelle und klickbare „Hotspots“, mit deren Hilfe die Messestände interaktiv erkundet werden können. Als virtuelle Location wird die bekannte Göttinger Lokhalle in das Projekt eingebunden.

Startpunkt wird der Eingangsbereich der Lokhalle sein. Beim Klick auf einen „Hotspot“ gelangt der Nutzer ins Foyer; dort sind dann bereits einige Roll-Ups von Ausstellern zu verschiedenen Themen rund um das Thema Ausbildung zu finden. Über einen weiteren „Hotspot“ geht es zur Messe-Übersicht, wo alle Messestände untereinander aufgelistet sind. Beim Klick auf einen der Aussteller gelangt man zum jeweiligen Messestand.

Ob auf dem Computer, auf dem Tablet oder auf dem Smartphone: Der Zugang zur virtuellen Messe ist von überall aus sehr einfach möglich. GRAFIK: GÖTTINGER TAGEBLATT
Ob auf dem Computer, auf dem Tablet oder auf dem Smartphone: Der Zugang zur virtuellen Messe ist von überall aus sehr einfach möglich. GRAFIK: GÖTTINGER TAGEBLATT

Zugang zu fähigen Nachwuchskräften

„Aus meiner Sicht gewinnen solche digitalen Formate enorm an Bedeutung“, sagt etwa Thomas Haring, Ausbildungsleiter vom Fachbereich Innere Dienste des Landkreises Göttingen. Zudem seien solche digitalen Messen „zeitlich und örtlich ungebunden, was ich als großen Vorteil sehe“, so Haring.

Dass der Zugang zu fähigen Nachwuchskräften für die Unternehmen von großer Bedeutung ist, findet Ursula Haufe, Geschäftsführerin der GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen: „Die Unternehmenspräsentation auf Berufsinformationsmessen war und ist dabei weiterhin ein wichtiger Bestandteil“, betont Haufe.

Digitale Angebote als „gute Alternative“

Dass Präsenz-Messen derzeit noch nicht wieder möglich sind, finden Carina Engelhardt und Michaela Pagel vom „Team Ausbildung“ der Sparkasse Göttingen „schade, aber natürlich verständlich“. Für sie seien die digitalen Angebote eine „gute Alternative“, denn: „Schließlich sind die Interessenten spätestens durch Homeschooling an die verschiedensten digitalen Kommunikationskanäle gewöhnt und haben Erfahrungen mit digitalen Events.“ Die digitale BOM biete „die Chance, sich digital zu begegnen, auszutauschen und Fragen zu beantworten“ – das sei schließlich das Wichtigste.

„Aufgrund der aktuellen Situation sind wir sehr froh, dass es solche Möglichkeiten gibt und dass das Göttinger Tageblatt dabei positive Zeichen setzt. Neben den sozialen Medien ist das eine wichtige Möglichkeit, um mit jungen Menschen weiter den Kontakt zu pflegen“, findet auch Hans-Hinrich Schriever, der bei der EAM als Geschäftsführer unter anderem das Ressort Personal verantwortet.

Online direkt auf das „Messegelände“

Die digitale BOM richtet sich an alle, die sich grundsätzlich für das Thema Ausbildung interessieren – und Zugang zu einem aktuellen Internetbrowser haben. Das genügt bereits, um die Messe digital besuchen zu können. Für die Dauer der Messe, also vom 15. März an, steht auf der Startseite von http://goettinger-tageblatt.de ein Link bereit, den Besucherinnen und Besucher einfach nur anklicken müssen – schon sind sie live dabei. Auch der Weg über die Kurz-URL https:/ /gturl.de/BOM-Info führt direkt zum „Messegelände“. Dort gibt es auch jetzt schon zusätzliche Infos. Von Markus Riese

Info
Weitere Auskünfte zur ­digitalen Berufsorientierungsmesse erteilt Larissa Seidel, Telefon: 0551 / 901-292, E-Mail: digitalmesse@goettingertageblatt.de.


„Ausbildungsmessen enorm wichtig“

Göttingen. Als „enorm wichtig“ bezeichnen Carina Engelhardt und Michaela Pagel vom Team Ausbildung der Sparkasse Göttingen das Format der Ausbildungsmessen.

„Gerade in unserer Branche ist es schwer, die Vielfalt unserer Tätigkeiten nur in Form von schriftlichen Beschreibungen darzustellen. Im persönlichen Gespräch mit Interessierten ist es immer leichter, Beispiele aus dem Alltag zu bringen, um ein wirkliches Bild des Berufs vermitteln zu können“, erläutern die beiden Expertinnen.

Die aktuellen Einschränkungen und die konsequente Umsetzung der erhöhten Hygiene- und Abstandsregelungen hätten bei der Sparkasse Göttingen zu „einigen Veränderungen in der Organisation unserer Ausbildung geführt. Dennoch haben wir versucht, auch während der Pandemie eine qualitativ hochwertige Ausbildung durchzuführen, was uns – laut Aussage unserer Azubis – auch gelungen ist. Zudem wissen alle Kolleginnen und Kollegen in unserem Haus, wie wichtig es ist, auch in schwierigen Zeiten gut auszubilden, um einen qualitativ hochwertigen Nachwuchs zu generieren“, so Engelhardt und Pagel.

Die Perspektiven bei der Sparkasse Göttingen seien gut: „Wir bilden grundsätzlich bedarfsorientiert aus. Daher haben wir für unsere Azubis auch immer ein gutes Angebot nach der Ausbildung in der Hand.“ mr


„Wachsender Standort“

Göttingen. „Der Zugang zu fähigen Nachwuchskräften ist für die Unternehmen von großer Bedeutung“, betont Ursula Haufe, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft GWG. Göttingen sei ein wachsender Wirtschaftsstandort, und die Unternehmenspräsentation auf Berufsinformationsmessen sei weiterhin ein wichtiger Bestandteil bei der Nachwuchsgewinnung.

„Das eigene Unternehmen auf digitalem Wege und nicht wie gewohnt persönlich präsentieren zu können, und gleichzeitig den ersten Eindruck von potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern nur per Webcam zu erhalten, verlangt von den Beteiligten einiges an Flexibilität und Vertrauensvorschuss ab“, findet Haufe. Die Durchführung von digitalen Maßnahmen zur Berufsorientierung und -findung sei dennoch aktuell „richtig und sinnvoll“. Als Unterstützer der Digitalen Berufsorientierungsmesse leiste die GWG ihren Beitrag dazu.

Und Haufe ergänzt: „Wer bei uns eine Ausbildung absolviert hat, hatte bisher gute Chancen auf einen erfolgreichen Berufs- und Karriereweg. Das ist auch in Zukunft das Ziel. Mit wachsenden Aufgaben sind immer auch Job-Perspektiven verbunden.“ mr


„Nachwuchs vertrauen“

Göttingen/Kassel. „Die digitalen Medien haben viele Vorzüge, aber grundsätzlich kann nichts die Qualität der direkten Begegnung mit Menschen ersetzen“, sagt Hans-Hinrich Schriever, Geschäftsführer des Energieversorgers EAM und dort unter anderem für das Ressort Personal verantwortlich. „Vor diesem Hintergrund haben Ausbildungsmessen und Schulinformationsveranstaltungen bei uns als nahem und nahbarem Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert“, so Schriever weiter. Die Digitale Berufsorientierungsmesse sei aber eine gute Alternative – zumal sie in der aktuellen Situation ermögliche, „dass junge Leute auf unkomplizierter und unverbindlicher Basis die EAM kennenlernen können.“ Die EAM habe auch schon vor Corona einen relativ hohen Digitalisierungsgrad gehabt – dazu gehörte laut Schriever, dass alle Auszubildenden mit einem eigenen Laptop ausgestattet seien.

Der Energieversorger sei grundsätzlich ein attraktiver Arbeitgeber mit einem stabilen wirtschaftlichen Fundament. Schriever: „Wir haben eine Unternehmenskultur, die von Anfang an jungen Menschen etwas zutraut und sie mit einem erstklassigen Ausbildungs- oder Studienprogramm aufbaut.“ mr


„Zukunftssichere Berufswahl“

Göttingen. Veranstaltungsformate wie die Digitale Berufsorientierungsmesse gewinnen nach Einschätzung von Thomas Haring, Ausbildungsleiter im Fachbereich Innere Dienste beim Landkreis Göttingen, „enorm an Bedeutung“. Die Fortschreitung der Digitalisierung sowie das Nutzungsverhalten junger Leute in Bezug auf moderne Medien würden solche digitale Plattformen immer mehr in den Fokus rücken.

Der Alltag der Azubis habe sich in den vergangenen Monaten beim Landkreis Göttingen durchaus verändert: „Speziell das E-Learning in den Berufsschulphasen und die praktische Ausbildungssituation unter Einhaltung der AHA-Regeln stellen unter anderem unsere Nachwuchskräfte vor verschiedene Herausforderungen. Wir als Ausbildungsbehörde versuchen jedoch, in allen Situationen zu unterstützen und auch viele flexible und praxisnahe Lösungsansätze zu finden.“ Keine Nachwuchskraft solle in der aktuellem Pandemiesituation schlechter gestellt werden, betont Haring.

Sein Tipp für Unentschlossene: „Speziell die Ausbildung in einer Kommunalverwaltung ist eine krisenfeste und zukunftssichere Berufswahl“, argumentiert Haring. Der Landkreis Göttingen biete dabei hohe Übernahmechancen und gute Jobperspektiven. mr