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Home Sonderthemen Wirtschaft & Finanzen Das kann die Medizintechnik schon Heute
08:11 14.02.2019
Seit einem Motorradunfall 2016 ist Davids linkes Bein von der Hüfte an abwärts gelähmt. Mit dem C-Brace® kann er selbstständig gehen. FOTO: OTTOBOCK
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Die aktuellen Produkte aus dem Ottobock-Portfolio zeigen, was die Medizintechnik heute schon zu leisten imstande ist.

Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Derzeit wird an Systemen gearbeitet, die selbstständig die für bestimmte Bewegungen benötigte Energie beisteuern. Insbesondere für ältere Patienten kann dies eine enorme Erleichterung darstellen. Bereits einen Schritt weiter ist die Entwicklung eines Systems, das das Fühlen mit Prothesen ermöglichen soll: Sensoren messen dabei den Druck und die Oberflächenbeschaffenheit und geben über die Prothese Signale an den Anwender weiter, sodass dieser nicht gezwungen ist, mit den Augen zu erkennen, ob seine Hand gerade ein Glas greift oder eine Plastikflasche. Ebenfalls im Entstehen: Passteile aus dem 3-D-Drucker und Prothesensysteme, deren Software aus einzelnen Muskelaktivitäten komplexe Bewegungsmuster erkennen und realisieren kann.

ottobock

2018 feierte die die weltweit einzige stand- und schwungphasenkontrollierte Orthese Premiere: Das C-Brace® wurde vorgestellt. Die Orthese kann es Menschen ermöglichen, wieder zu gehen, deren kniestreckende Muskulatur gelähmt ist. Das C-Brace® ist geeignet unter anderem für Patienten mit Polio, traumatischer Parese und inkompletter Querschnittslähmung ohne beziehungsweise mit geringer Spastik. Es besteht aus individuell gefertigtem Oberschenkel-, Unterschenkel- und Fußteil. Ein Knöchelgelenk oder ein Federelement verbindet das Fußteil mit dem Unterschenkelteil. Die Sensorik misst permanent Kniebeugung und Kniewinkelbeschleunigung. Das C-Brace® erkennt so, in welcher Phase des Gehens sich der Anwender befindet. Es kann Hydraulikwiderstände regeln und Beugung und Streckung des Knies kontrollieren.


Das neue C-Leg ist appgesteuert und ermöglicht natürliche Bewegungsabläufe. FOTO: OTTOBOCK
Das neue C-Leg ist appgesteuert und ermöglicht natürliche Bewegungsabläufe. FOTO: OTTOBOCK

Der Name C-Leg ist alles andere als neu. Bei der Beinprothese handelt es sich um das Flaggschi Ottobocks, das bereits seit 1997 auf dem Markt ist. Das Prinzip ist noch immer dasselbe, das einer mikroprozessorgesteuerten Beinprothese, technisch aber hat sich das C-Leg bedeutend weiterentwickelt. In der vierten Generation auf dem Markt, können sich Anwender Ottobock zufolge dank diverser Erweiterungen noch fließender und sicherer bewegen, auch auf schwierigen Untergründen wie Waldboden, Sand und Kies. Das Stehen mit leicht gebeugtem Kniegelenk ist intuitiv möglich, außerdem gibt es eine automatische Sitzfunktion mit frei schwingendem Kniegelenk. Die neue Generation des C-Legs lässt sich über eine App auf dem Smartphone bedienen. Die Kommunikation funktioniert dabei über Bluetooth.


Radfahren, joggen oder arbeiten? Für die jeweiligen Aktivitäten lassen sich mit dem Genium X3 Einstellungen konfigurieren. FOTO: OTTOBOCK
Radfahren, joggen oder arbeiten? Für die jeweiligen Aktivitäten lassen sich mit dem Genium X3 Einstellungen konfigurieren. FOTO: OTTOBOCK

Das Genium X3 ist entwickelt für besonders aktive Anwender. Die Beinprothese ermöglicht es zu schwimmen, Rad zu fahren, joggen zu gehen oder im Beruf anspruchsvolle Tätigkeiten auszuüben. Dies ermöglichten spezielle Abdichtungen zum Schutz der Sensorik und Elektronik sowie Materialien wie Titan und Edelstahl. Die OPG-Technologie soll für ein optimiertes physiologisches Gehen sorgen: Auch auf wechselnden Untergründen und bei verschiedenen Geschwindigkeiten ist ein natürliches Gangbild möglich. Selbst Treppensteigen und Rückwärtsgehen sind sicher möglich: „Die mikroprozessor-gesteuerte Prothese reagiert intelligent und unmittelbar.“ Anwender können auf dem Smartphone aus fünf Einstellungen wählen: „Der Orthopädietechniker kann zum Beispiel für einen Automechaniker einen Modus definieren, damit dieser unter einem hochgebockten Fahrzeug dauerhaft gebückt stehen kann, um dieses zu warten.“

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