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Home Sonderthemen Job & Karriere Berufsstart: Wo es Unterstützung für die Ausbildungssuche gibt
14:53 20.09.2019
Praktika können für Schulabgänger eine Orientierungshilfe darstellen. FOTO: DPA

Nürnberg. Zahlreiche Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt - obwohl gleichzeitig viele Jugendliche keine Azubi-Stelle finden. Immerhin: Für sie gibt es verschiedene Hilfsangebote.

Die Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle bereitet manchen Jugendlichen Probleme. Es gibt verschiedene Unterstützungsangebote, die dann weiterhelfen.

Wer schon in der Schule Schwierigkeiten hat oder nicht sicher ist, ob er den Abschluss schaffen kann, kann sich in einem ersten Schritt an seine Lehrkräfte wenden. Das rät die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Berufswahlmagazin „Planet Beruf“ (Ausgabe 03/2019).

Schüler, die einen Haupt- oder Förderschulabschluss anstreben, haben nämlich die Möglichkeit, sich von einem Berufseinstiegsbegleiter beim Übergang ins das Arbeitsleben unterstützen zu lassen. Ob es diese Möglichkeit an der entsprechenden Bildungseinrichtung gibt, erfahren Schüler am schnellsten bei ihrem Lehrer.

Hilfsangebot schon zu Schulzeiten

Bei der Berufseinstiegsbegleitung bekommen Schüler Hilfe beim Erreichen des Schulabschlusses, bei persönlichen Problemen und bei der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle. Der Begleiter berät Schüler bei der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen und ist auch in den ersten sechs Monaten der Ausbildung weiterhin Ansprechpartner.

Wer immer wieder Absagen auf Bewerbungen erhält, kann sich an die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit wenden. Schüler können persönlich, online oder telefonisch einen Termin vereinbaren. Die Berufsberater gehen dann mit den Jugendlichen Bewerbungsunterlagen durch und zeigen ihnen, was sie noch besser machen können. Vielleicht findet sich auch eine Alternative zum Traumberuf, die besser zu den individuellen Stärken passt.

Überbrückungsangebote nutzen

Wer keinen Ausbildungsplatz findet, kann eine Art längeres Praktikum machen, das sich Einstiegsqualifizierung nennt. Es biete sich vor allem für Jugendliche an, die schon eine genaue Vorstellung davon haben, was sie machen möchten, aber nicht alle Voraussetzungen erfüllen, heißt es im Berufswahlmagazin. Das Praktikum bieten viele Betriebe an, es wird über die Bundesagentur für Arbeit vermittelt und dauert sechs bis zwölf Monate.

Daneben haben die Länder verschiedene schulische Überbrückungsmöglichkeiten im Angebot, wie es in dem Magazin heißt. So gibt es zum Beispiel in einigen Bundesländern das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), um Schüler fit für das Berufsleben zu machen. Jugendliche erhalten weiter Unterricht, können ihren Abschluss verbessern oder sogar nachholen. In Übungen und Praktika lernen die Schüler verschiedene Berufsfelder kennen. Eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten gibt es auf planet-beruf.de. r


Berlin. Der Sozialversicherungsausweis wird zwar nicht jeden Tag gebraucht. Trotzdem ist er wichtig: Schließlich ist damit die spätere Rente verbunden. Worauf sollten Berufsstarter achten?

Mit dem Start ins Berufsleben kommen auf Jugendliche und junge Erwachsene nicht nur viele neue Aufgaben zu. Sie erhalten auch ihren Sozialversicherungsausweis. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund weist darauf hin, dass Empfänger ihre darauf angegebenen persönlichen Daten genau überprüfen sollten. Denn nur wenn alle Angaben stimmen, werden die Beiträge für die spätere Rente von Anfang an richtig verbucht.

Falls sich Fehler eingeschlichen haben, sollten Berufsstarter dies mit einem Nachweis belegen und umgehend eine Berichtigung beantragen. Auf dem Sozialversicherungsausweis stehen Vor- und Nachnamen sowie der Geburtsname, falls er abweicht. Außerdem geht aus dem Dokument der zuständige Rentenversicherungsträger hervor.

Zusätzlich ist die Versicherungsnummer vermerkt. Sie wird für jeden Beschäftigten einmalig vergeben und bleibt ein Leben lang gültig. Darin ist unter anderem das Geburtsdatum enthalten, aus dem sich der Rentenbeginn ableitet. Die persönlichen Daten sind auch als QR-Code auf dem Ausweis hinterlegt.

Mit dem Dokument müssen Versicherte ebenso sorgfältig umgehen wie mit dem Personalausweis, betont die DRV. Bei jedem Beschäftigungsbeginn oder wenn eine Sozialleistung wie das Arbeitslosengeld beantragt wird, wird damit die persönliche Versicherungsnummer nachgewiesen. Zur Not kann der Sozialversicherungsausweis aber ersetzt werden: Verlieren Beschäftigte ihn, wird er beschädigt oder ändern sich wichtige Daten, kann der Rentenversicherungsträger einen neuen Ausweis ausstellen. r


Nürnberg. Schon bei der Hochschule sind die Bewerbungsmodalitäten nicht leicht zu durchblicken. Wer für ein duales Studium zusätzlich einen Praxisbetrieb sucht, muss gut organisiert sein. In der Regel läuft die Bewerbung zunächst über den Ausbildungsbetrieb.

Dieser sucht sich seine Kandidaten oft schon ein Jahr vor Ausbildungsantritt aus. Studieninteressierte sollten deshalb schon eine Weile im Voraus einschlägige Portale mit Stellenanzeigen checken, wie etwa das der Bundesagentur für Arbeit. Wer die Frist verpasst hat, sollte aber nicht den Kopf in den Sand stecken. Es kann sich lohnen, es im Einzelfall kurzfristig und initiativ zu versuchen. Betriebe können durchaus noch zu einem späteren Punkt einstellen.

Bei den meisten staatlichen Hochschulen sind Fristen allerdings streng einzuhalten. Die Bewerbung dort erfolgt meist erst nach der Zusage des Ausbildungsplatzes. Die Uni-Formalitäten sind unterschiedlich und sollten im Vorhinein recherchiert werden.

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