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Home Sonderthemen Freizeit & Familie Auf einem Rübenacker entstand Südniedersachsens größtes Einkaufszentrum
05:08 25.10.2018
Der Kauf Park ist in Göttingen direkt an der A7 zu finden FOTO: KAUF PARK

Von Michael Caspar    

Göttingen. Auf einem verkehrsgünstig an der Autobahnauffahrt Göttingen gelegenen Rübenacker ist am 15. Oktober 1997 der Grundstein zum größten Einkaufszentrum Südniedersachsens gelegt worden. Im ersten Bauabschnitt, dem 2004 ein zweiter folgte, entstand zunächst auf 100.000 Quadratmetern eine mehr als 200 Meter lange Ladenstraße mit 42 Geschäften. 1400 gebührenfreie Parkplätze wurden vor dem Kauf Park angelegt. Weitere 150 finden sich in der Tiefgarage. Zu Beginn der 13 Monate dauernden Bauarbeiten wurden archäologischen Grabungen durchgeführt. „Das Ergebnis war eine kleine wissenschaftliche Sensation“, erinnert sich Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr (SPD). Die Archäologen entdeckten nämlich die sterblichen Überreste von Grones ältestem bisher bekannten Bewohner. Der „Groni“ hatte vor 6000 Jahren in der Nähe der Gronequelle Ackerbau betrieben. „Leider mussten wir unseren Vorfahren an das Landesmuseum in Hannover abtreten“, sagt Sterr. Die Groner hätten ihn gerne behalten.

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Als Architekten gewannen die Kauf Park-Bauherren das Hamburger Büro gerkan, marg partner, das weitere Standorte in Europa, Asien und Südamerika hat. Die Hamburger hatten die Idee mit der Stelen-Arkade und der der mehr als 1400 Quadratmeter großen, abends farbig beleuchteten Fassade. Die Ladenstraße selbst versahen sie auf einer Länge von mehr als 200 Metern mit einer zehn Meter breiten Glaskuppel. Das sorgt für Tageslicht im Gebäudeinneren. Das gesamte Objekt ist ebenerdig, die Tiefgarage mit dem Aufzug zu erreichen. Das ermöglicht Besuchern ein bequemes Einkaufen mit kurzen Wegen.

20.000 Menschen kamen am 5. November 1998 zur Eröffnung des neuen Fachmarktzentrums. Im Schnitt haben seither 14.000 Bürger pro Tag den Kauf Park besucht, mittlerweile mehr als 200 Millionen Kunden. Aufgrund des großen Zuspruchs kam es in der Anfangszeit wiederholt zu Rückstaus und Wartezeiten bei der Zufahrt zum Gelände. Der Druck, eine weitere Zufahrt von der Bundesstraße 27 aus zu schaffen, wuchs. Sie wurde im Zuge des zweiten Bauabschnitts verwirklicht.

Die Bau- und Vermessungsarbeiten im Jahr 1998.
Die Bau- und Vermessungsarbeiten im Jahr 1998.
FOTOS: HINZMANN
FOTOS: HINZMANN

Von April 2004 an entstanden im Süden des Kauf Parks entlang der Zufahrt zwei dreieckige Gebäudekörpern und ein großes Durchfahrtstor. Konzipiert wurde alles ebenfalls vom Hamburger Architekturbüro gerkan, marg partner. Es nahm die Architektur des ersten Bauabschnitts auf und entwickelte sie fort. Auf den neu hinzugekommenen Flächen siedelten sich Gewerbetreibende und Dienstleister an. Im Zufahrtsbereich entstanden zudem eine Tankstelle, ein Fast-Food-Restaurant und eine Waschstraße. Damit stieg die Zahl der Geschäfte auf mehr als 60, die der Parkplätze auf fast 2000 Stück.

Die Verkehrsführung auf dem gesamten Gelände wurde durch einen Kreisverkehr und dem mehrspurigen Ausbau des Parkplatzes optimiert. Zudem entstand eine Express-Zufahrt für Autofahrer aus dem südlichen Bereich. Die neue, große Busstation wird von sechs Buslinien angefahren, so dass das Fachmarktzentrum auch über den Öffentlichen Personennahverkehr gut angebunden ist.

„Im weiteren Umland des Kauf Parks sind in den vergangenen 20 Jahren ein Logistikzentrum, eine Reihe von Gastronomiebetrieben sowie weitere Gewerbeflächen entstanden“, hebt Andreas Gruber, der Center-Park-Manager hervor. Die Westtangente sowie die Großkreuzung am Kauf Park wurden ausgebaut.

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